Day-trading wird erleichtert – ein gewinn für broker

Die US-Börsenaufsicht SEC hat ein altes Reglement zur Day-Trading-Praxis abgeschafft und neue Leitlinien veröffentlicht. Dadurch wird es für Investoren einfacher, Aktien schnell zu kaufen und zu verkaufen, um von Preisänderungen innerhalb eines Tages zu profitieren.

Day-trading boomte imdot-com-boom der 90er

Während sich der Dot-Com-Blase entleerte, sahen viele Investoren ihre Gewinne verbrennen, da sie mit Hilfe von Krediten ihre Positionen spekuliert hatten. Deshalb setzte die Finanzindustrie-Regulierungsbehörde FINRA strikte Grenzen für Day-Trader: Ein Konto musste mindestens 25.000 US-Dollar wert sein, und ein Investor durfte innerhalb von fünf Tagen nur vier Day-Trades ausführen.

Das Problem war, dass diese Grenze in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat, während sich die Aktienmärkte dramatisch verändert haben. Broker wie Charles Schwab und ETRADE haben daher nach einer Aktualisierung des Reglements gefordert. Und nun hat die SEC nachgegeben.

Neue regeln machen day-trading einfacher

Neue regeln machen day-trading einfacher

Die alten Regeln hatten starre Grenzen für Day-Trading und Kontostände. Die neuen Regeln sind flexibler. ETRADE von Morgan Stanley fasst die Änderungen wie folgt zusammen:

Neue Regel: Die Bezeichnung als Pattern Day Trader (PDT) wird abgeschafft. Broker müssen nicht mehr die Anzahl von Day-Trades in einem Margin-Konto verfolgen oder spezielle Marginalimits für solche Investoren anwenden.

Neue Regel: Die Mindest-Aktien-Bilanz von 25.000 US-Dollar für PDTs gilt nicht mehr. Kunden müssen nur noch einen Mindest-Aktien-Bestand von 2.000 US-Dollar aufrechterhalten, gemäß der bestehenden Marginalisten.

Neue Regel: Der Kaufkraft-Berechnung werden real-time oder intraday-Margen-Überschüsse berücksichtigt – oft auch als real-time- oder intraday-Kaufkraft bezeichnet. Zudem werden einschließlich beteiligter Guthaben, einschließlich von Bank-Sweep-Programmen, im Kunden-Konto verbleibende Beträge in die intraday-Kaufkraft einbezogen.

Das bedeutet, dass es nun für Investoren mit einem Konto-Betrag von 2.000 US-Dollar möglich wird, Day-Trading auszuüben. Das wird sehr gut für Discount-Broker wie Charles Schwab, E*TRADE, Robinhood und Interactive Brokers sein, da es zu einem Anstieg des Handelsvolumens von bis zu 40% führen könnte. Robinhood, das sich darauf konzentriert, neue Investoren in den Markt zu integrieren, wird insbesondere davon profitieren.

Aber es ist wichtig zu beachten, dass Day-Trading immer noch ein hochriskantes Investment ist. Es ist nicht für die meisten Anleger geeignet, sondern für langfristige Investitionen besser geeignet. Es bleibt abzuwarten, ob diese Regeln dazu beitragen, dass Investoren mehr Geld verdienen können.