Food-etf-duell: pbj vs. ftxg – so geht der kampf um den konsum-sektor
Die Börse krempelt die Handschuhe hoch: Zwei ETFs, die sich um die Same des US-Lebensmittel- und Getränkesektors streiten. Invesco’s PBJ und First Trust’s FTXG sind Optionen für Anleger, die sich gegen Marktschwankungen absichern und gleichzeitig eine defensive Strategie verfolgen wollen. Doch welcher ETF ist wirklich der Richtige?
Pbj vs. ftxg: ein vergleich für den klugen investor
Die beiden ETFs verfolgen das gleiche Ziel – nämlich den Zugang zum US-amerikanischen Lebensmitte- und Getränkesektor. Allerdings unterscheiden sie sich in einigen Schlüsselparametern, die Anleger bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Ein Blick auf die Kosten, die Performance, das Risiko und die Zusammensetzung der Portfolios offenbart deutliche Unterschiede.
PBJ, von Invesco verwaltet, zeichnet sich seit Jahren durch eine stärkere Performance und geringere Volatilität aus. Dabei bietet der ETF einen etwas niedrigeren Ausgabeanteil und ein höheres Dividendenrendite. FTXG, von First Trust angeboten, punktet mit einem höheren Ertrag und einem geringeren Verwaltungsaufwand. Beide ETFs bieten eine fokussierte Exposition auf den US-amerikanischen Lebensmitte- und Getränkesektor, was sie für Investoren attraktiv macht, die defensive Branchencharakteristika suchen.

Kosten und performance: pbj holt auf
Was die Kosten angeht, sind PBJ und FTXG nahezu identisch. FTXG bietet jedoch einen geringfügig niedrigeren Verwaltungsaufwand. Der entscheidende Unterschied liegt in der Dividendenrendite. FTXG bietet eine signifikant höhere Ausschüttung, was ihn für Einkommensorientierte Anleger besonders interessant macht.
In den vergangenen fünf Jahren zeigte FTXG eine geringere maximal mögliche Abwärtsbewegung (Max Drawdown) von 21,69 % im Vergleich zu PBJ’s 15,82 %. PBJ hingegen verzeichnete eine stärkere einjährige Rendite von 8,4 %, während FTXG mit 1,5 % einen geringeren Yield aufwies. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in den Beta-Werten wider: PBJ weist eine Beta von 0,50 auf, während FTXG mit 0,38 eine geringere Volatilität aufweist.

Die zusammensetzung der portfolios
Beide ETFs halten rund 30 Unternehmen, die im Lebensmitte- und Getränkesektor aktiv sind. Allerdings variiert die Zusammensetzung der Portfolios. PBJ investiert zudem einen moderaten Anteil in zyklische Branchen wie Konsumgüter und Rohstoffe. FTXG hingegen ist stärker auf Consumer Defensive-Aktien ausgerichtet, mit 94% der Assets in diesem Bereich. Die Top-Gewichte in FTXG sind derzeit Archer-Daniels-Midland (ADM), Mondelez International und PepsiCo. PBJ konzentriert sich stärker auf etablierte Marken wie Corteva und Kroger.
Wichtig: Beide ETFs sind nicht mit Leverage ausgestattet und weisen keine komplexen Finanzierungsstrategien auf. Sie bieten somit eine solide Grundlage für konservative Anleger.
Fazit: die richtige wahl für ihre ziele
Letztendlich hängt die Entscheidung zwischen PBJ und FTXG von den individuellen Anlagezielen ab. Wer eine höhere Dividendenrendite sucht und bereit ist, ein etwas höheres Risiko einzugehen, dürfte mit FTXG besser beraten sein. Wer hingegen auf eine geringere Volatilität und eine stärkere Kapitalwachstum setzt, sollte sich für PBJ entscheiden. Beide ETFs sind jedoch sinnvoll, um das Risiko zu streuen und eine defensive Strategie zu implementieren. Die Wahl sollte sich auf eine fundierte Analyse der eigenen finanziellen Situation und Risikobereitschaft stützen.
