Ge healthcare: gewinnwarnung nach chip-kosten und iran-konflikt – aktien fallen um 13%
Die Aktie von GE HealthCare ist am Dienstag um mehr als 13 Prozent eingebrochen. Der Kurs fiel auf 59,49 Dollar, nachdem das Unternehmen seine Finanzprognose für 2026 deutlich reduziert hatte. Ein Teufelskreis aus steigenden Kosten und geopolitischen Unsicherheiten scheint die Zukunft des Imaging-Spezialisten zu belasten.
Peter arduini gibt zu: profitabilität unter druck
Der Kurssturz folgte auf eine vorbörsliche Veröffentlichung der ersten Quartalsergebnisse. GE HealthCare meldete einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Doch die Investoren waren vor allem besorgt über die vorsichtige Neubewertung der Zukunftsaussichten.
Wie CEO Peter Arduini erklärte, wurde die Gewinnwarnung vor allem durch Probleme mit einem Lieferanten für pharmazeutische Diagnostik sowie durch unerwartet hohe Kosten für Speicherchips, Öle und Fracht verursacht. Die Inflation, verstärkt durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran, hat sich als signifikanter Faktor erwiesen.

Ausblick auf 2026 massiv reduziert
Das Unternehmen erwartet nun einen Gewinn zwischen 4,80 und 5,00 Dollar pro Aktie, deutlich unter den zuvor genannten 4,95 bis 5,15 Dollar. Auch das Umsatzwachstum wird auf 4,6 bis 9 Prozent reduziert, nachdem es zuvor mit 7,9 bis 12,3 Prozent kalkuliert wurde. Arduini betonte, dass das Unternehmen „einen vorsichtigen Ansatz“ wähle und die Profitabilität durch Preisanpassungen und Kosteneffizienzmaßnahmen abfedern wolle.
Die steigenden Kosten, insbesondere die erwartete Erhöhung des Preises für Speicherchips um rund 100 Millionen Dollar, sowie zusätzliche Belastungen durch Öl und Metall, belasten die Prognose erheblich. Das Management schätzt, dass diese Faktoren insgesamt rund 250 Millionen Dollar, oder 0,43 Dollar pro Aktie, kosten werden. Es scheint, dass die Innovationen und „bedeutende Fortschritte“, die GE HealthCare angekündigt hat, allein nicht ausreichen, um die pessimistischen Erwartungen der Märkte zu kompensieren.
Die Imaging-Sparte, mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Dollar und einem Zuwachs von 7,4 Prozent, bleibt nach wie vor das wichtigste Geschäftsfeld. Auch die pharmazeutische Diagnostik verzeichnete ein starkes Wachstum mit einem Anstieg des Umsatzes um 21,7 Prozent auf 770 Millionen Dollar. Trotzdem scheint die allgemeine Unsicherheit die Stimmung der Investoren zu trüben.