Goldpreis fällt nach trump-äußerungen – unsicherheit bleibt
Der Goldpreis ist am Dienstag leicht gesunken, nachdem eine kurzzeitige Erholung nach Äußerungen von Präsident Trump verzeichnet wurde. Nach einem gestrigen Schlusskurs von 4.557,50 $ notierte Gold am Vormittag bei 4.538,90 $ – ein Rückgang von 0,4 %.
Trump-worte und fed-kommentare beeinflussen marktstimmung
Die Entwicklung des Goldpreises ist eng mit der anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran verbunden. Erste Käufe nach Trumps Andeutungen, den Krieg vor einer Wiedereröffnung des Hormus-Straßensperrungs zu beenden, trieben den Preis zunächst an. Doch auch die zurückhaltenden Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell wirkten beruhigend auf die Anleger. Powell signalisierte, dass die Notenbank bei der Reaktion auf den jüngsten Ölpreisanstieg einen „Warte-und-Siehe“-Ansatz verfolgen könnte, da die Zinsen stabil seien.
Höhere Zinsen wirken sich tendenziell negativ auf Gold aus, da sie die Opportunitätskosten der Lagerung des Edelmetalls erhöhen. Gold dient oft als Absicherung gegen Inflation und Währungsrisiken.
Experten warnen vor der Spekulation am Goldmarkt. Thomas Winmill von Midas Funds bezeichnet Goldbaren, Münzen und ETFs als spekulative Anlagen, denn die Preise hängen von unvorhersehbaren makroökonomischen und politischen Faktoren ab. Die jüngste Aufwertung von Gold, die seit dem letzten Jahr bereits 46,8 % betrug, sollte nicht als Garantie für zukünftige Gewinne gesehen werden. Darrell Fletcher von Bannockburn Capital Markets betont, dass Gold sich von jahrelang niedrigen Preisen erholt und zunehmend als Diversifikationsinstrument für Zentralbanken und Privatanleger genutzt wird. Eine langfristige Perspektive und eine angemessene Allokation können das Preisrisiko begrenzen.
Die Chartanalyse zeigt einen kontinuierlichen Aufwärtstrend des Goldpreises seit Beginn des Jahres 2000. Obwohl die Volatilität hoch bleibt, bietet Gold eine Möglichkeit, das Portfolio zu stabilisieren. Investoren sollten sich jedoch der Risiken bewusst sein – insbesondere der Preisentwicklung und der Spekulation.
Wer sich näher mit den Risiken auseinandersetzen möchte, sollte sich mit den vier Hauptrisiken vertraut machen: Preisrisiko, Spekulationsrisiko, Opportunitätskosten und Betrug.
Tim Manni bearbeitete diesen Artikel. Weitere Informationen und Analysen finden Sie auf Yahoo Finance.
