Gold-rally: eine historische aufwärtsbewegung ungebremst

Der Goldpreis hat in den letzten zwei Jahren eine beispiellose Rally erlebt, die Investoren weltweit ins Staunen versetzt hat. Von rund 2.000 US-Dollar Anfang 2024 stieg er bis auf über 5.600 US-Dollar, was den SPDR Gold Shares ETF (GLD) zu einer der besten Anlageoptionen des Jahres machte.

Die triebkräfte hinter dem boom

Die beeindruckende Entwicklung ist vor allem auf die anhaltend hohe Inflation zurückzuführen, die seit der Corona-bedingten Rezession die globale Wirtschaft heult. Hinzu kommt die expansive Käuferpolitik der Zentralbanken, die ihre Goldreserven massiv ausbauen. Die People’s Bank of China beispielsweise hat ihre Goldbestände kontinuierlich erhöht, um sich gegen Währungsverluste zu schützen und die globale Handelslandschaft zu diversifizieren.

Diese Entwicklung ist für Privatinvestoren ein deutliches Zeichen: Bereits mit relativ geringen Investitionen von 1.000 US-Dollar lassen sich beträchtliche Gewinne erzielen. Vor fünf Jahren notierte der SPDR Gold Shares ETF beispielsweise mit 166,84 US-Dollar pro Aktie. Dabei ist zu beachten, dass Gold keine Dividende ausschüttet.

Heute, am 24. April, schloss der ETF bei 433,25 US-Dollar. Das entspricht einer Gesamtrendite von 159,7 % über die vergangenen fünf Jahre. Auf annualisierter Basis beläuft sich die durchschnittliche Rendite auf 21 % pro Jahr – eine Leistung, die selbst anspruchsvollste Anleger beeindrucken dürfte. Der Kurs schwankt aktuell zwischen 418,40 und 422,52 US-Dollar. Die Handelsvolumina erreichen 7,7 Millionen Aktien.

Bullische signale bleiben bestehen

Bullische signale bleiben bestehen

Angesichts der Inflation in den USA, die wieder über 3 % liegt, und der fortgesetzten Goldkäufe der Zentralbanken bestehen die fundamentalen Faktoren, die den Goldpreis in den letzten Jahren befeuert haben. Sollte die Weltwirtschaft nun abkühlen, könnte die Nachfrage nach sicheren Hafenanlagen eine weitere positive Impulse geben. Gold korreliert traditionell kaum mit den US-amerikanischen Aktienmärkten. Das bedeutet, dass es auch in günstigen Marktphasen Kursgewinne oder -verluste erzielen kann. Der bullische Trend scheint demnach weiterhin intakt.