Nvidias ki-explosion: aktienkurs könnte noch steigen

Die Künstliche Intelligenz (KI) dominiert seit Jahren die Anlagestrategien an der Wall Street. Nvidia (NVDA +1,73%) profitiert massiv von diesem Trend, und der Aktienkurs ist in den letzten drei Jahren um mehr als 640% gestiegen. Doch vor dem nächsten Quartalsbericht am 20. Mai wirft die Frage auf: Hat die Aktie bereits über ihr Limit gespielt, oder verbirgt sich noch Aufwärtspotenzial? Hier sind einige Gründe, warum ich aktuell Kaufoptionen in Betracht ziehe.

Ki-nachfrage im aufwind: ein blick auf nvidia

Das Unternehmen erwartet Einnahmen von rund 78 Milliarden Dollar, plus oder minus 2%, für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 (bis zum 26. April 2026). Das deutet auf ein herausragendes Wachstum von rund 73 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hin, eine extrem starke Wachstumsrate für ein Unternehmen dieser Größenordnung. Die Dynamik ist unübersehbar.

Nasdaq: nvda – die zahlen sprechen

Nasdaq: nvda – die zahlen sprechen

Nvidia Heute Veränderung (1,73%) 3,66 Aktueller Kurs 215,16 Marktkapitalisierung 5,2 Billionen Dollar Tagesbereich 212,90 – 217,79 52-Wochen-Bereich 120,28 – 217,80 Volumen 5,2 Millionen Durchschnittliches Volumen 171 Millionen Bruttogewinnmarge 71,07% Dividendenrendite 0,02% Die jüngsten Ergebnisse spiegeln bereits einen starken Aufschwung wider. Nvidia meldete im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Umsatzwachstum von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auf 68,1 Milliarden Dollar. Der DatenCenter-Bereich generierte Einnahmen von 62,3 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 75 Prozent im Jahresvergleich. Die Entwicklung ist bemerkenswert.

Der wandel in der ki-anforderung: mehr als nur content

Der wandel in der ki-anforderung: mehr als nur content

Nvidia hat sich bereits als KI-Infrastrukturunternehmen positioniert, aber die sich verändernde Nachfrage nach KI deutet darauf hin, dass sich die Wachstumschancen sogar noch größer entwickeln könnten als bisher angenommen. Management hebt hervor, dass KI von der Content-Erstellung über das logische Denken hin zu autonomen KI-Systemen fortschreitet, die eigenständig Aufgaben erledigen können. Diese Systeme benötigen eine deutlich höhere Rechenleistung für das „Tokenisieren“ – die Verarbeitung von Daten in kleinen Einheiten. Das bedeutet, dass Power-beschränkte Rechenzentren wie „Token-Fabriken“ kontinuierlich KI-Ausgaben generieren.

Produktzyklen im fokus: blackwell und rubin

Produktzyklen im fokus: blackwell und rubin

Der Fokus der neuesten Produktzyklen liegt auf der Bewältigung dieser sich verändernden KI-Workloads. Nvidia’s Blackwell-Systeme weisen bereits hohen Bedarf auf. Management hatte zuvor einen Wert von 500 Milliarden Dollar an hochkonfidenten Nachfrage und Kaufaufträgen für Blackwell und die nächsten Rubin-Systeme bis 2026 prognostiziert. Kürzlich gab CEO Jensen Huang jedoch an, dass er mindestens 1 Billion Dollar an Möglichkeiten mit diesen Systemen bis 2027 erwarten. Da diese Prognose keine zusätzlichen Chancen aus CPUs, Speicher und der kürzlich lizenzierten Groq-Inferencing-Technologie (Ausführung von KI-Modellen in einer Produktionsumgebung) ausschließt, könnte der tatsächliche adressierbare Markt noch größer sein. Das Rubin-System soll deutliche Leistungssteigerungen gegenüber herkömmlichen Chip-Upgrades bieten, insbesondere bei anspruchsvollen KI-Aufgaben wie logischem Denken und autonomen KI.

Stabile nachfrage trotz konkurrenz

Obwohl die Top-Fünf-Hyperscaler fast 60 Prozent des Nvidia-Geschäfts ausmachen, stammt der Rest aus Unternehmensprojekten, staatlichen KI-Initiativen, regionalen Clouds, industriellen Anwendungen, Robotik, großen Systemen, Supercomputern, kleinen Servern und Edge Computing. Diese diversifizierte Kundschaft macht Nvidia widerstandsfähig gegen Konsumausfälle, die von einzelnen Branchen oder Kundengruppen ausgehen. Die Monetarisierung von KI scheint sich schneller zu entwickeln als erwartet. Management hat hervorgehoben, dass einige KI-native Unternehmen wöchentlich fast eine Milliarde bis zwei Milliarden Dollar an Umsatz generieren, je nachdem wie schnell KI-Systeme implementiert werden. Das adressiert eine der größten Bedenken hinsichtlich KI-Investitionen: Ob die Kunden letztendlich sinnvolle Renditen aus diesen Investitionen erzielen können. Die Betonung liegt auf der Bedeutung der Inferenz für den Kundenumsatz.

Investitionen in die infrastruktur

Nvidia investiert bis zu 2,1 Milliarden Dollar in den DatenCenter-Betreiber Iren im Rahmen einer Partnerschaft zur Bereitstellung von bis zu 5 Gigawatt AI-Infrastruktur. Zudem unterstützt Nvidia die Lieferkette der KI-Infrastruktur, indem es neue Fabriken für den Glashersteller Corning finanziert. Corning’s Glas wird für die optischen Fasern benötigt, die die Netzwerkinfrastruktur in den KI-Rechenzentren unterstützen. Trotz der Risiken – Exportbeschränkungen in China, Wettbewerbsdruck durch Chip-Designer und Hyperscaler, die eigene Chips entwickeln – bleibt die Wachstumsperspektive von Nvidia intakt. Die Aktie könnte also noch deutlich steigen.