Qualcomm setzt auf ki-chips: gigantischer wandel im data-center-markt
Die Künstliche Intelligenz hat die Halbleiterindustrie in den letzten Monaten wie eine Lawine erfasst. OpenAI’s ChatGPT löste einen ungeahnten Bedarf an Rechenleistung aus, der die gesamte Wertschöpfungskette in Atem hält. Doch die Dynamik ist komplexer als nur der Boom bei Nvidia.
Intel setzt auf etabliertes know-how, qualcomm plant quantensprung
Anfänglich dominierten massive Rechenzentren mit Hunderten von GPUs den Markt. Nvidia profitierte massiv davon. Doch der Bedarf an hochbandbreitenfähigen Speicherchips wuchs exponentiell. Nun sehen Entwickler in der Ära der agentischen KI einen steigenden Bedarf an CPUs – insbesondere von Unternehmen wie Intel. Qualcomm hingegen scheint den Wandel mit beeindruckender Geschwindigkeit anzugehen.
Der Chip-Riese hat in jüngster Zeit drei milliardengroße Deals mit führenden Hyperscalern abgeschlossen. Analysten prognostizieren für Qualcomm ein Wachstum seines Data-Center-Geschäfts von nahezu Null auf 15 Milliarden US-Dollar bis 2029. Eine beachtliche Entwicklung, die bereits jetzt vielversprechend aussieht.

Massive investitionen und strategische partnerschaften
Qualcomm arbeitet bereits an einer maßgeschneiderten Siliziumlösung in Kooperation mit einem der größten Hyperscaler. Erste Vorläufe sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr in den Produktionsprozess einfließen. Im Rahmen seiner Investor Day präsentierte das Management bereits zwei weitere Hyperscaler mit Verträgen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar sowie eine Vereinbarung zur Verteilung seiner nächsten Generation von AI-CPUs für Meta Platforms ab Herbst 2028. Aktuelle Prognosen sehen für 2027 bereits einen Umsatz von 5 Milliarden US-Dollar, der bis 2029 auf 15 Milliarden ansteigen soll.
Die Marktpotenziale in der Data-Center-CPU-Branche sind immens. Intel erzielt beispielsweise bereits heute Umsätze in Höhe von 5,1 Milliarden US-Dollar im Data Center und AI Segment und verfügt über einen mehrjährigen Vorsprung. Qualcomm kalkuliert mit einer Gesamtadressebaren Marktlage von über 1 Billionen US-Dollar, die sich aus Connectivity Chips, kundenspezifischer Siliziumtechnik, KI-Beschleunigern und CPUs zusammensetzt. 15 Milliarden US-Dollar stellen hier lediglich 1,5 Prozent des Gesamtmarktes dar – eine vergleichsweise geringe Hürde.

Qualcomm: eine vielversprechende investitionsperspektive
Derzeit notiert sich die Aktie bei 176,39 US-Dollar. Qualcomm generiert aktuell einen Umsatz von 44,5 Milliarden US-Dollar und bietet somit ein enormes Wachstumspotenzial. Darüber hinaus profitieren die Unternehmen auch von steigender Nachfrage nach On-Device-KI. Der Wettbewerb mit Intel und Nvidia auf diesem Sektor ist jedoch hoch. Die direkte Vermarktung von Chips wird zwar geringere operative Gewinnmargen als die Lizenzierung der Technologie über das etablierte Wireless-Chip-Geschäft generieren, jedoch erwartet das Management signifikante Skaleneffekte und damit eine starke Earnings-Entwicklung in den kommenden Jahren. Qualcomm rechnet mit einem EPS von mehr als 18 US-Dollar bis 2029 – ein Anstieg von 18 Prozent pro Jahr.

Fazit: qualcomm profitiert vom ki-boom
Qualcomm ist mit seiner strategischen Ausrichtung und den ambitionierten Zielen gut positioniert, um von dem rasanten Wachstum im Data-Center-Markt zu profitieren. Die Investition in KI-Chips ist nicht nur eine Chance, sondern eine Notwendigkeit für den Technologiekonzern.
