Roboter-boom: arkq vs. qqq – so investieren sie richtig?
Der Hype um künstliche Intelligenz (KI) treibt vor allem die Debatte um physische KI an – Roboter und Automatisierung, die in der realen Welt durch KI-gesteuerte Produktivitätssteigerungen revolutionieren können. Für Optimisten, die auf eine baldige Realisierung von Robotern, selbstfahrenden Autos und anderen fortschrittlichen KI- und Automatisierungstechnologien setzen, könnte der ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ 3,51 %) eine passende Anlageoption sein. Doch ist der Kauf eines robotenfokussierten Exchange Traded Funds (ETF) der beste Weg, um von der Zukunft der Roboter und physischen KI zu profitieren? Eine fundiertere Betrachtung deutet auf eine Alternative hin: Der Invesco QQQ ETF (QQQ 2,00 %), auch bekannt als „die Qs“. Dieser beliebte Technologie-ETF, der den zukunftsweisenden Nasdaq-100 Index abbildet, hat seinen Investoren in den vergangenen 15 Jahren beeindruckende Renditen beschert. Ein Blick auf die Zahlen zeigt jedoch eine klare Trennsituation.
Überraschende performance: arkq holt qqq ein
Im vergangenen Jahr, Stand 30. Mai, erzielte der ARK-Fonds eine Rendite von 79,99 % (netto), womöglich deutlich besser als die eine-Jahres-Rendite des Invesco-Fonds von 42,71 %. Allerdings übertrifft der Invesco QQQ ETF Trust über die lange Distanz – in den letzten fast 12 Jahren seit der Einführung des ARK-Fonds im September 2014 – den ARKQ-ETF. Die Entwicklung ist eindeutig: Der QQQ hat sich über die Zeit als zuverlässigerer Gewinner erwiesen. Hier die entsprechenden Level Return Daten von YCharts.
Es ist für Tech-Investoren schwierig, den QQQ zu schlagen. Lassen Sie uns die beiden Technologie-ETFs genauer unter die Lupe nehmen, um zu sehen, welcher eine bessere Investition darstellt. Der ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ): 40 Holdings, fast 12 Jahre mit 19,1 % jährlicher Rendite. Der ARK Autonomous Technology & Robotics ETF investiert in Aktien von Unternehmen, die voraussichtlich von Fortschritten in den Bereichen Energie, Automatisierung und Fertigung, KI, Materialien und Transport profitieren werden. Der Fonds verlangt eine Managementgebühr von 0,75 % und hat seit seiner Einführung im September 2014 eine jährliche Rendite (netto) von 19,1 % erzielt. Die Konzentration auf einzelne Schwergewichte ist jedoch auffällig. Die Top 5 Holdings des ARKQ betragen:
- Tesla (TSLA 3,58 %): 10,34 % des Fonds
- Advanced Micro Devices (AMD 4,63 %): 8,33 %
- Teradyne (TER 5,77 %): 7,26 %
- Rocket Lab (RKLB 2,87 %): 5,72 %
- Kratos Defense & Security Solutions (KTOS 2,44 %): 4,7 %
Diese Top 5 Holdings machen rund 37 % des Fondsvermögens aus. Wenn Sie fest davon überzeugt sind, dass die Zukunft der Robotik und Automatisierung rosig ist und dass diese Unternehmen gut positioniert sind, um davon zu profitieren, dann könnte dieser Fonds eine interessante Option darstellen. Allerdings könnte die Gewichtung von 37 % auf die Top 5 Aktien für viele Investoren etwas zu hoch sein. Ein zu starker Fokus auf wenige Titel ist selten eine gute Strategie.

Der invesco qqq etf: diversifikation als trumpf
Der Invesco QQQ ETF (QQQ): 102 Holdings, 10 Jahre mit 21,8 % jährlicher Rendite. Der Invesco QQQ ETF ist einer der beliebtesten Technologie-ETFs – und das aus gutem Grund: Er hat über einen langen Zeitraum außergewöhnliche Renditen geliefert. Der Fonds hält 102 Aktien und seine Top 5 Holdings sind:
- Nvidia (NVDA 3,39 %): 8,32 % des Fonds
- Apple (AAPL +0,59 %): 7,25 %
- Alphabet (GOOG 2,23 %)(GOOGL 1,95 %): 6,69 %, kombiniert aus Class A und Class C Shares
- Microsoft (MSFT 1,29 %): 5,02 %
- Micron Technology (MU 3,81 %): 4,83 %
Auch hier ist die Gewichtung der Top 5 Aktien recht hoch – 32 %. Allerdings ist der QQQ deutlich diversifizierter als der ARK-Fonds und verlangt eine niedrigere Ausgabegebühr von 0,18 %. In den letzten 10 Jahren erzielte der QQQ eine jährliche Rendite (netto) von 21,8 %. Wenn Sie vor 10 Jahren 10.000 Dollar in den Invesco QQQ ETF investiert hätten, wären diese heute rund 64.240 Dollar wert. In den ARK-Fonds investiert hätten Sie 65.520 Dollar.

Fazit: der qqq als sichere wahl
Obwohl es schwierig ist, Tech-Fonds zu übertreffen, die den gesamten Nasdaq-100 Index abbilden, ist der Invesco QQQ ETF die bessere Wahl. Er profitiert von der natürlichen Entwicklung des Marktes und der Auswahl der erfolgreichsten Technologieunternehmen. Viele der Unternehmen in den Top Holdings des ARKQ sind bereits im Nasdaq-100 enthalten. Wenn diese Unternehmen erfolgreich sind, profitieren auch die Qs davon. Die größten Renditen der Zukunft der Robotik werden wahrscheinlich nicht in einem spezialisierten Robotik-ETF liegen, sondern im breiteren Nasdaq-100 Index. Die Zukunft ist immer ungewiss, besonders wenn es um volatile Aktien und unbewiesene Technologien wie Roboter und automatisierte Fahrzeuge geht. Warum den QQQ statt ARKQ wählen? Ich besitze keiner der beiden ETFs, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den QQQ bevorzugen. Der ARK Autonomous Technology & Robotics ETF hat starke Renditen erzielt, aber es gibt keine Garantie dafür, dass er den Invesco QQQ ETF in der langfristigen Perspektive übertreffen wird. Der ARK-Fonds investiert stark in die These der Robotik und KI, und ich bin nicht davon überzeugt, dass dieser Fonds (oder ein anderer aktiv gemanagter Fonds) in diesem Bereich besser abschneiden wird als der Nasdaq-100 Index. Langfristig würde ich stattdessen auf den Invesco QQQ ETF setzen, da er diversifizierter ist und niedrigere Gebühren hat.
