Rocket Lab-Aktie: Überraschendes Comeback nach massivem Rückgang – 81.000 Dollar Gewinn in drei Jahren!
Die Rocket Lab Aktie (RKLB) hat in den vergangenen drei Jahren eine beispiellose Rallye erlebt. Vor drei Jahren, am 1. August 2023, schlossen sich die Aktienkurse bei 7,26 US-Dollar. Heute notieren sie sich bei rund 65 US-Dollar – eine Steigerung von rund 810 Prozent. Für eine anfängliche Investition von 10.000 Dollar wäre der Wert heute rund 81.000 Dollar.
Skeptiker buhlen um ihre Meinung: Trotz 61%igem Abschwung bleibt der Gewinn enorm
Im Vergleich dazu hätte eine gleichzeitige Investition in einen S&P 500 Indexfonds um die gleichen 10.000 Dollar lediglich rund 16.000 Dollar erwirtschaftet – eine solide Performance, aber weit entfernt von dem, was Rocket Lab geliefert hat. Und das Beste daran: Diese beeindruckende Entwicklung übersteht einen brutalen Abschwung. Die Aktie erreichte innerhalb des letzten Jahres ein Hoch von 151 Dollar, was einem Rückgang von rund 61 Prozent gegenüber dem Hoch entspricht. Selbst nach diesem erheblichen Verlust sitzt der ursprüngliche Investor immer noch auf rund 8-fachtem Wert.
Was diese Zahlen so bemerkenswert macht, ist die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens. Rocket Lab hat nicht nur von einer allgemeinen Aufwertung des Weltraummärktes profitiert. Die Firma hat ihre Einnahmen von 245 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 auf 436 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 und ein Rekord-Plus von 602 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 gesteigert – ein Wachstum von beachtlichen 38 Prozent im letzten Jahr und fast das Zwei- und-Halbfache gegenüber 2023.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Ausbau des Geschäftsbereichs für Raumfahrtsysteme. Dieser Bereich, der Satelliten und Komponenten für diese baut, generierte im Jahr 2025 rund 67 Prozent des Gesamtumsatzes. Tatsächlich ist Rocket Lab heute vor allem ein Hersteller von Satelliten, nicht mehr nur ein Raketenhersteller – eine Entwicklung, die viele Investoren überraschen dürfte.
Die positive Entwicklung setzt sich im laufenden Jahr fort. Die Umsatzerlöse im ersten Quartal stiegen um rund 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf ein Rekord-Plus von 200,3 Millionen US-Dollar. Zudem ist der Auftragsbestand auf ein Rekord-Plus von 2,2 Milliarden US-Dollar gestiegen, verglichen mit 1,85 Milliarden US-Dollar am Ende des letzten Jahres. Die Unternehmensführung erwartet für das zweite Quartal ebenfalls neue Rekorde mit Umsätzen zwischen 225 und 240 Millionen US-Dollar. Und am 27. Juli gab Rocket Lab den Zuschlag für einen Vertrag im Wert von 266 Millionen US-Dollar von der US Space Force für suborbitalen Startmissionen bekannt – der größte Auftragsvertrag in der Unternehmensgeschichte.

Neutron-Start und Iridium-Deal: Die Zukunft hängt von zwei Schlüsselfaktoren ab
Zusätzlich steht demnächst die Einführung des Neutron-Raketen, der größeren Rakete, bevor – die für Ende dieses Jahres geplant ist. Und die Akquisition von Iridium Communications, einem Satellitenkommunikationsunternehmen, mit einem Wert von rund 8 Milliarden US-Dollar, könnte die finanzielle Entwicklung des Unternehmens grundlegend verändern. Obwohl Iridium ein etabliertes Satellitennetzwerk und wiederkehrende Einnahmen aus Abonnements generiert, ist der Preis für die Übernahme enorm im Verhältnis zu Rocket Labs Umsatzzahlen von rund 680 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen ist zudem noch nicht profitabel – der Verlust im vergangenen Jahr betrug rund 180 Millionen US-Dollar. Die Finanzierung beruht auf einer Brückenfinanzierung von 3,6 Milliarden US-Dollar, unterstützt durch Liquidität aus dem eigenen Anlagebestand und weitere Schulden- und Eigenkapitalfinanzierungen. Der Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich erst im mittleren Jahres 2027 erfolgen, was die Investoren vor eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der Finanzstruktur bringt. Trotz des Abschwungs und der hohen Bewertung – mit einer Marktkapitalisierung von rund 35 Milliarden US-Dollar wird Rocket Lab mit über 50-fachen Umsatzzahlen gehandelt – ist die Entwicklung des Unternehmens durch die kontinuierliche Steigerung von Umsatz, Launches und Aufträgen entstanden. Diese Widerstandsfähigkeit war der Schlüssel zum Erfolg. Für den Moment würde ich daher eine relativ kleine Position in diesem Titel halten und mich nicht von einem Abschwung von 61 Prozent täuschen lassen.
