Sandisk: der höhenflug endet? experten warnen vor dem fall

Sandisk hat in diesem Jahr einen fulminanten Start hingelegt und übertrifft alle anderen Aktien im S&P 500. Doch hinter dem beeindruckenden Erfolg des Flash-Memory-Herstellers könnte sich eine gefährliche Entwicklung verbergen. Die Nachfrage nach Speicherlösungen explodiert durch die künstliche Intelligenz, und Sandisk profitiert von einem extremen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Aber ist der Erfolg bereits eingepreist, und kann das Unternehmen die Erwartungen wirklich erfüllen?

Zyklische natur des speichergeschäfts

Zyklische natur des speichergeschäfts

Das Speichergeschäft ist bekannt für seine extremen Schwankungen. Während Sandisk aktuell von hohen Preisen profitiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Fabriken (Fabs) online gehen und das Angebot die Nachfrage übersteigt. Dann drohen massive Preisstürze, genau wie bereits in der Vergangenheit geschehen. Die Erfahrung aus den Jahren 2022 bis 2025 zeigt deutlich, wie schnell sich die Situation umkehren kann: Ein Gewinn von 1 Milliarde US-Dollar im Jahr 2022 verwandelte sich in einen Verlust von 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, gefolgt von weiteren Verlusten in den Jahren 2024 und 2025. Erst im aktuellen Geschäftsjahr kehrte das Unternehmen zu Rentabilität zurück.

Die Kosten bleiben: Ein weiterer Faktor, der die Situation erschwert, ist die Tatsache, dass die hohen Investitionen in eigene Anlagen und das Gemeinschaftsunternehmen mit Kioxia sowie die kontinuierlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von über 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr kaum reduziert werden können, selbst wenn die Umsätze sinken. Diese Kostenlast könnte Sandisk in Zukunft zusätzlich belasten.

experten wie William Kerwin von Morningstar erwarten zwar weiterhin steigende Preise – bis zu einem Anstieg von über 100% im Jahr 2026 und weiteren 100% im Jahr 2027 – doch die Geschichte lehrt, dass solche Prognosen trügerisch sein können. Die langfristige Entwicklung zeigt einen kontinuierlichen Preisverfall pro Terabyte Speicher, was bedeutet, dass die Nachfrage die Preisrückgänge deutlich übertreffen muss, um die hohen Produktionskosten zu decken.

Obwohl das Management versucht, das Risiko durch langfristige Verträge mit Großabnehmern zu minimieren, bleibt der Druck auf die Gewinne bestehen, sobald sich das Angebot und die Nachfrage wieder angleichen. Der Aktienkurs ist bereits um mehr als 25% gefallen, was auf eine vorsichtige Haltung der Anleger hindeutet. Trotz des niedrigeren Preises erscheint die Aktie für eine zyklische Firma, die sich am Höhepunkt ihres Ertragzyklus befindet, weiterhin vergleichsweise teuer.

Die Schätzungen für die Ergebnisse von Micron Technology im Jahr 2028 liegen bereits unter den Erwartungen für 2027, und 2029 könnte ein dramatischer Umsatzrückgang folgen. Anleger sollten sich daher bewusst sein, dass die aktuelle Bewertung ein hohes Risiko birgt.