Speichermarkt explodiert: roundhill-etf verbraucht über 68 %

Der Speichermarkt erlebt einen beispiellosen Höhenflug – und der Roundhill DRAM etf (DRAM) profitiert massiv davon. Bereits zwei Monate nach seiner Einführung hat sich der Wert des Fonds mehr als verdoppelt. Ein Wettlauf gegen die Zeit für Investoren?

Dram-etf: eine riskante wette auf den hbm-boom

Der etf, der erste seiner Art, konzentriert sich auf die großen Drei – Micron, SK Hynix und Samsung – die zusammen über 73 Prozent des Portfolios ausmachen. Der Anstieg der Preise ist vor allem auf die steigende Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM) zurückzuführen, einer spezialisierten DRAM-Technologie, die zunehmend in Grafikkarten und KI-Chips eingesetzt wird. Die Angebotsengpässe werden durch die deutlich höhere Wafer-Anforderung für HBM noch verstärkt – drei Mal mehr Kapazität als bei konventioneller DRAM.

Die Dynamik treibt die Umsätze der Top-Player in die Höhe und sorgt für recordverdächtige Margen. Doch die Aktien der Unternehmen bleiben überraschend günstig, da die Branche in der Vergangenheit immer wieder mit dramatischen Aufs und Abs zu kämpfen hatte. Ein entscheidender Wendepunkt könnte die Verlängerung von Aufträgen für HBM auf drei bis fünf Jahre darstellen – eine Abkehr von den traditionell kurzen Laufzeiten.

Internationale perspektive und risiken

Internationale perspektive und risiken

Der Roundhill DRAM ETF bietet nicht nur Zugang zu den großen koreanischen DRAM-Herstellern SK Hynix (der erst im Juli seine ADRs in den USA einführt – eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte) und Kioxia (im Joint Venture mit Sandisk, die nun an High-Bandwidth-Flash (HBF) mit SK Hynix arbeitet), sondern auch internationale Exporteure. Während US-Investoren meist nur auf Micron setzen, bietet der ETF Einblick in die koreanischen Märkte. Die strategische Nutzung von Leverage und Total Return Swaps, wie sie auch in der Vergangenheit angewendet wurden, kann die Volatilität erhöhen – aber eben nicht im Ausmaß eines klassischen Leveraged ETF. Es geht primär um Steueroptimierung und eine intensivere Beteiligung.

Es ist kein diversifizierter ETF für eine langfristige Dollar-Cost-Averaging-Strategie. Stattdessen ist der Roundhill DRAM ETF eine Chance, die aktuelle Speichersuperzykel zu nutzen. Ein volatiler, aber potenziell hochdotierter Weg in eine Branche, die sich gerade im Aufwind befindet. Die Kehrtwende hin zu längeren Verträgen ist ein wichtiger Schritt, um die Zyklen zu reduzieren. Verfolger sollten sich jedoch bewusst sein, dass der ETF mit Derivaten arbeitet, was zusätzliche Risiken birgt.