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TeraWulf diversifiziert mit KI-Infrastruktur – 19 Milliarden Dollar Deal mit Anthropic im Visier

Bitcoin-Miner TeraWulf plant einen radikalen Kurswechsel und will seine Abhängigkeit von schwankenden Bitcoin-Preisen und Stromkosten durch den Leasing von Rechenzentrums-Infrastruktur an künstliche Intelligenz-Unternehmen reduzieren. Ein bahnbrechender Vertrag mit Anthropic, einem führenden Anbieter von KI-Diensten, steht dabei im Mittelpunkt.

20-Jahres-Leasingvertrag für 401 Megawatt AI-Computing

Der Deal sieht vor, TeraWulf 401 Megawatt Rechenleistung an Anthropic zu liefern. Dies wird durch einen 20-Jahres-Leasingvertrag abgesichert, der voraussichtlich 19 Milliarden Dollar an Contracting-Einnahmen generieren soll. Die ersten Einrichtungen sollen Ende 2027 in Betrieb gehen. Ein deutlicher Anstieg der Einnahmen im Vergleich zu den bisherigen Bitcoin-Mining-Aktivitäten.

Die Strategie basiert auf der Erkenntnis, dass die bestehende Infrastruktur von Bitcoin-Minern – darunter Land, Netzanschluss, Stromsubstationen und Kühlsysteme – besser für den Bedarf von KI-Rechenzentren geeignet ist als neu errichtete Anlagen. Es ist ein entscheidender Vorteil, dass TeraWulf bereits über diese Ressourcen verfügt.

Umstellung von Mining auf HPC-Leasing

Umstellung von Mining auf HPC-Leasing

Der Umsatz mit Bitcoin-Mining ist volatil und hängt stark von den Marktbedingungen ab. Das neue Geschäftsmodell mit High-Performance Computing (HPC) Leasing soll diese Volatilität deutlich reduzieren. 60 Megawatt HPC-Kapazität, die bereits im ersten Quartal 21 Millionen Dollar an Mieteinnahmen generierte, zeigen das Potenzial. 62% des Gesamtumsatzes stammen bereits jetzt von HPC-Leasing.

Allerdings steht TeraWulf mit 5,3 Milliarden Dollar Schuldenlast vor. Die Finanzierung des Anthropic-Projekts stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Aktuelle Aktienemissionen haben die Aktie in den letzten 12 Monaten um fast 242% gesteigert, was die Bewertung des Unternehmens kompliziert. Investoren müssen sorgfältig prüfen, ob der aktuelle Aktienkurs bereits das volle Potenzial widerspiegelt.

Risiken und Chancen – Eine vorsichtige Einschätzung

Risiken und Chancen – Eine vorsichtige Einschätzung

Die 19 Milliarden Dollar, die durch den Leasingvertrag generiert werden sollen, sind jedoch noch nicht garantiert. Die Einnahmen werden erst dann fließen, wenn TeraWulf die einzelnen Phasen des Projekts realisiert. Zusätzlich mindern hohe Baukosten, Betriebskosten und Finanzierungskosten die Rendite. Die hohen Verschuldungswerte von 5,3 Milliarden Dollar erhöhen das Risiko zusätzlich.

Trotz der Risiken bietet TeraWulf mit dem 20-Jahres-Vertrag mit Anthropic, der direkten Infrastrukturkontrolle und dem bereits bestehenden HPC-Geschäft eine interessante Investitionsmöglichkeit. Es ist jedoch ein höher-risiko-, höher-rendite-Aktienkurs, der mit Bedacht behandelt werden sollte. Die Finanzierung des Anthropic-Campus ist der entscheidende Faktor für den Erfolg.