Warshs fehlen einer lockerungsbias-aussage ändert die börse
Die letzten drei Wochen
auf Wall Street waren von enormen Kurssteigerungen geprägt. Der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq Composite erreichten neue Höchststände, während das größte jemals geplante Börsengang (IPO) debütierte und der neue Notenbankchef Kevin Warsh sein Amt antrat.
Warshs fehlen einer lockerungsbias-aussage ändert die börse
Das war das, was Fed-Chair Warsh nicht sagte, das jedoch massive Implikationen für Wall Street hat. Obwohl die 12 FOMC-Mitglieder wie erwartet und ohne Gegenstimmen den Bundesbanksatz bei 3,5 bis 3,75 Prozent unverändert ließen, fehlte die traditionelle Lockerungsbias-Aussage in der Juni-Stellungnahme.
Die Fehlen dieser Aussage ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass in der Nähe keine Zinssenkungen zu erwarten sind, insbesondere im Hinblick auf die aktuellen inflationsärmeren Bedingungen. Der US-Notenbankchef Kevin Warsh bringt seine eigene Handschrift in die FOMC-Kommunikation, was sich bereits in dieser ersten Verlautbarung niederschlägt.
Das Fehlen der Lockerungsbias-Aussage kann für den US-amerikanischen Finanzmarkt und Anleger unerwartet sein, da viele auf Zinssenkungen hofften, um die Kreditkosten zu senken und die expansive Wirtschaftspolitik zu fördern. Dieses Szenario könnte jedoch aufgrund der anhaltenden Inflationsbedingungen und der angedrohten Zinshaltung nicht realisiert werden.
Das warnt vor möglichen Schwierigkeiten für eine Aktienmarkt, der kürzlich seinem teuersten Aussehen in 155 Jahren kam. Die Charten und Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Shiller-Kurs-Gewichtung ist nur noch wenige Prozent von ihrem Dotcom-Bubble-Niveau entfernt.
