Wood setzt auf coreweave, spotify und alphabet – analysten sehen risiken
Cathie Wood hat kürzlich ihre Positionen bei CoreWeave, Spotify und Alphabet verstärkt. Die Investitionen des Ark-Fonds-Gründers und -CEOs markieren eine strategische Neuausrichtung, die jedoch von Unsicherheiten in den zugrunde liegenden Unternehmen abhängt.
Openai-schock und spotify-zweifel treiben aktien nach unten
Die Aktien von CoreWeave, einem Spezialist für High-Performance-Computing-Infrastruktur für künstliche Intelligenz, fielen am Dienstag um 6 Prozent, nachdem Berichte über enttäuschte interne Umsatz- und Wachstumsziele von OpenAI die Märkte erschütterten. Die Partnerschaft zwischen CoreWeave und OpenAI, die im März geschlossen wurde, sah ursprünglich ein Potenzial von 11,9 Milliarden Dollar über fünf Jahre vor. Doch die jüngsten Entwicklungen werfen nun Fragen über die langfristige Tragfähigkeit dieser Allianz auf. CoreWeave betont, dass es auch mit anderen KI-Plattformen zusammenarbeitet, darunter Anthropic – ein Schritt, der jedoch nicht ausreicht, um die potenziellen Auswirkungen eines abbrechenden Deals mit OpenAI zu kompensieren.
Die zunehmende Abhängigkeit von OpenAI stellt für CoreWeave eine erhebliche Risikofaktoren dar. Wenn OpenAI seine Investitionen und sein Wachstum reduziert, könnte dies die Nachfrage nach CoreWeaves hochleistungsfähiger Infrastruktur deutlich beeinflussen. Die jüngsten Berichte über mögliche Schwierigkeiten bei OpenAI’s Wachstumserwartungen lassen diese Befürchtungen nicht aus. Das Unternehmen hat in den letzten Quartalen bereits deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet.

Spotify kämpft mit sinkendem adrev
Spotify selbst verzeichnete am Dienstag einen dramatischen Kursverfall von 12,43 Prozent. Das Unternehmen enttäuschte mit seinen ersten Quartalsergebnissen und einer düsteren Prognose. Obwohl die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer um 12 Prozent auf 761 Millionen gestiegen ist, stieg der Umsatz lediglich um 8 Prozent. Der Kern des Problems liegt in der Diskrepanz zwischen dem wachsenden Nutzerstamm und den langsamer wachsenden Einnahmen aus dem Premium-Abonnementgeschäft, die den Großteil der Spotify-Einnahmen generieren. Hinzu kommt ein Rückgang der Werbeeinnahmen, sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr.
Dennoch ist eine vollständige Panne nicht unvermeidlich. Die saisonalen Schwankungen im Werbeumsatz zwischen dem vierten Quartal und den ersten drei Monaten des Folgejahres spielen eine Rolle. Allerdings wirft die aktuelle Entwicklung Fragen nach der Fähigkeit von Spotify auf, seine Wachstumsziele zu erreichen. Die prognostizierte Ausgabensteigerung für Marketing und die Einführung von KI-Funktionen dürften die bereits angeschlagene Profitabilität weiter belasten.

Alphabet bleibt stabil, aber die kosten steigen
Alphabet, der Mutterkonzern von Google, reagierte mit einem leichten Kursverlust von 0,15 Prozent. Die Investoren positionierten sich im Vorfeld der wichtigsten Finanzberichte des Unternehmens. Alphabet gehört zu den sogenannten „Magnificent Seven“-Aktien, die in dieser Woche berichten werden. Analysten erwarten einen leichten Rückgang der Gewinnprognosen, obwohl das Unternehmen weiterhin ein starkes Umsatzwachstum von etwa 19 Prozent vorhersieht. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung, insbesondere in den Bereich der künstlichen Intelligenz, werden jedoch die Profitabilität schmälern.
Die hohe Verschuldung des Unternehmens, die zur Finanzierung des aggressiven Wachstums eingesetzt wird, ist ein weiterer Faktor, der die Analysten beunruhigt. Die Marktkapitalisierung von Alphabet liegt bei rund 4,2 Billionen Dollar, was das Unternehmen zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt macht. Die kommenden Finanzberichte werden entscheidend sein, um die zukünftige Entwicklung des Unternehmens einzuschätzen.
