Amazons riesterfolg: warum rivian das portfolio im griff hat
Amazon’s unangefochtene Erfolgsbilanz – der E-Commerce-Gigant dominiert zahlreiche Branchen, generiert konsistente Umsätze, Gewinne und Cashflow und liefert seit Jahren marktbehebende Renditen. Aber kann das Aktienportfolio des Unternehmens mithalten? Die Antwort scheint in einer einzigen, überraschenden Position zu liegen: mehr als 90 Prozent des öffentlichen Eigenkapitalportfolios von Amazon sind in Rivian investiert. Ist diese Konzentration wirklich klug? Ein Blick auf die Hintergründe offenbart eine überraschende Geschichte.
Eine langjährige partnerschaft, die alles veränderte
Im Februar 2019 kündigte Rivian eine Investitionsrunde in Höhe von 700 Millionen US-Dollar an, die von Amazon angeführt wurde – mehr als zwei Jahre bevor der Elektroautomobilhersteller sein Börsengeschäft begann. Was war der Grund für diesen Schritt des E-Commerce-Riesen? Amazon verfügt über ein riesiges Logistiknetzwerk, einschließlich einer Flotte von Fahrzeugen und Lieferfahrern. Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen für den Transport und die Auslieferung könnte das Unternehmen seine Betriebskosten – insbesondere Treibstoff – deutlich senken. Daher war es für Amazon sinnvoll, ein Unternehmen wie Rivian zu unterstützen, das in der Lage ist, die benötigten EVs zu liefern.
Und tatsächlich hat Rivian die Erwartungen übertroffen. Amazon verfügt heute über mehr als 30.000 elektrische Lieferwagen auf den Straßen, die ihm von seinem Partner zur Verfügung gestellt werden. Der Cloud-Computing-Spezialist plant, bis 2030 mindestens 100.000 Elektrofahrzeuge im Einsatz zu haben. Amazon hält nun rund 158,36 Millionen Aktien von Rivian, was es zu einem der größten Anteilseigner des Unternehmens macht.

Investition oder risiko?
Ob Amazon diese Beteiligung richtig eingeschätzt hat, ist eine der zentralen Fragen. Auf der einen Seite sprechen Argumente für eine positive Bewertung. Rivians erste Quartalsergebnisse waren durchaus solide – der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar, trotz einer Verlangsamung des EV-Marktes in den USA. Darüber hinaus plant Rivian mit der Einführung seines neuen Modells, dem R2, einen großen Schritt zu machen. Das R2 ist ein Massenmarktmodell mit einem deutlich erschwinglicheren Einstiegspreis als seine bisherigen Fahrzeuge. Rivian will damit einen bedeutenden Anteil am Markt für mittelgroße SUVs erobern. Tesla’s Model Y konkurriert in dieser Nische, und das Modell ist seit einigen Jahren das weltweit meistverkaufe Fahrzeug, unabhängig davon, ob es sich um ein Elektrofahrzeug handelt oder nicht. Rivian versucht, diesen Erfolg nachzumachen. Wenn das gelingt, dürften die Umsätze des Unternehmens in die Höhe schnellen.

Die ambitionen von rivian: selbstfahrende autos
Doch Rivian steht vor enormen Herausforderungen. Das Unternehmen strebt die Entwicklung von Level 4-Selbstfahrtechnologie an – Autos, die ohne menschliches Eingreifen selbst fahren können. Im Jahr 2028 soll Rivian Uber Technologies mit einer Flotte autonomer Robotaxis ausstatten. Sollte Rivian die vereinbarten Zeitpläne einhalten, könnte das Unternehmen bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar an Investitionen von Uber erhalten und sich als führendes Unternehmen im Bereich der autonomen Fahrzeuge etablieren. DiePotenzial für Zusätzliche Geschäfte mit anderen Unternehmen ist enorm. DieRisiken sind jedoch ebenso groß. Die jüngste Verlangsamung des EV-Marktes könnte die Einführung des R2 gefährden. Und auch wenn Rivian im ersten Quartal entkommen konnte, basierte dies auf einer höheren Mischung aus kommerziellen Lieferwagen, die unter dem langfristigen Vertrag mit Amazon bestellt wurden. Diese Fahrzeuge haben einen geringeren durchschnittlichen Verkaufspreis und könnten die Margen des Unternehmens langfristig belasten. Der R2 ist daher entscheidend für Rivians Erfolg, und sollte seine Einführung scheitern, steht das Unternehmen vor erheblichen Problemen.

Fazit: ein riskantes, aber potenziell lukratives investment
Letztendlich ist Rivian einRisiko, das sich aber auch mit enormes Gewinnpotenzial birgt. FürkontrahentenartigeAnleger, die Volatilität in Kauf nehmen, könnte die Aktie eine interessante Option sein. Für risikoaverse Anleger gibt es jedoch bessere Alternativen. DieEntscheidung liegt ganz bei Ihnen.
