Berkshire Hathaway kauft Taylor Morrison – Abel setzt auf Standardisierung im Wohnungsbau

Unter der Führung von Greg Abel hat Berkshire Hathaway seit Jahresbeginn deutliche Weichenstellungen vollzogen. Während das Aktienportfolio des Konglomerats umgestaltet wurde, blieb eine überraschend große Transaktion bislang im Verborgenen: Die vollständige Übernahme des Bauunternehmens Taylor Morrison Home für rund 8,5 Milliarden US-Dollar. Berkshire Hathaway ist bekannt für seine diversifizierten Beteiligungen, mit einem Portfolio im Wert von 357 Milliarden US-Dollar Ende Juli. Doch neben den klassischen Aktieninvestitionen tätigt das Unternehmen zunehmend auch komplette Übernahmen.

Die Beteiligungen von Berkshire Hathaway im Überblick

Die Zahlen sprechen für sich: Berkshire Hathaway hält eine beeindruckende Vielzahl von Unternehmen in seinem Besitz. Hier einige der wichtigsten Tochtergesellschaften:

  • Taylor Morrison Homebuilding
  • Clayton Homes Homebuilding
  • Benjamin Moore Paints
  • Shaw Industries Flooring
  • Johns Manville Building Products
  • GEICO Insurance
  • General Re Insurance
  • Alleghany Insurance
  • BNSF Railway
  • Berkshire Hathaway Energy (BHE)
  • Precision Castparts
  • Lubrizol
  • Marmon Holdings
  • Dairy Queen Restaurants
  • Duracell Batteries
  • Fruit of the Loom
  • See’s Candies
  • Pilot Flying J

Diese Bandbreite verdeutlicht die strategische Diversifizierung des Konzerns. Obwohl die Versicherungsgruppe weiterhin das Rückgrat der Einnahmen bildet, ist Berkshire Hathaway in zahlreichen Branchen aktiv und profitiert von Cashflows aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern.

Taylor Morrison: Ein Schritt in Richtung Effizienz

Taylor Morrison: Ein Schritt in Richtung Effizienz

Die Übernahme von Taylor Morrison Home, einem weiteren Bauunternehmen, unterstreicht Abels Strategie, das Wohnungsbaugeschäft zu konsolidieren. Wie er selbst erklärte: „Im Laufe der Zeit wollen wir unsere Aktivitäten im Bereich des Fertighausbaus zu einer integrierten Plattform zusammenführen, um das Traumhaus für mehr Amerikaner zu verwirklichen.“ Durch den Besitz von Bauunternehmen und Produktionsstätten kann Berkshire Hathaway die gesamte Wertschöpfungskette des Wohnungsbaus bedienen – von der Rohmaterialbeschaffung bis zum fertigen Haus.

Die aktuellen Zinsniveau, die sich derzeit bei rund 6,8 % bzw. 6,3 % für 30-jährige und 15-jährige Festzinsdarlehen bewegen, dürften die Nachfrage nach neuen Immobilien kurzfristig nicht dramatisch ankurbeln. Berkshire Hathaway ist jedoch bekannt für seine langfristige Perspektive. Die genaue zeitliche Abfolge eines weiteren Wohnungsbauboom ist schwer vorherzusagen, doch die Positionierung des Konzerns ist dafür gesichert, von einem solchen Aufschwung zu profitieren, sobald dieser eintritt.