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Eliquis-patentverlust: milliardenverluste für bms drohen

Ein beispielloser Zusammenbruch der Umsätze ist für den Pharma-Giganten Bayer & Pfizer unmittelbar bevor. Der Verlust der Einzigartigkeit von Eliquis, dem weltweiten Marktführer im Bereich der oralen Antikoagulanzien, wird voraussichtlich in den kommenden Jahren zu einem finanziellen Desaster führen.

Der cliffhanger eliquis: ein milliardenschweres risiko

Eliquis, ein Direkt-Factor-Xa-Inhibitor zur Vorbeugung von Schlaganfällen, Herzrhythmusstörungen und Thrombosen, erfreute sich seit seiner Zulassung im Jahr 2011 enormer Beliebtheit. Mit einem Umsatz von rund 14,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 ist es eines der umsatzstärksten kleine Moleküle der Pharmaindustrie. Doch das Ende der Patente für Europa (voraussichtlich dieses Jahr) und die USA (2027) sowie Japan, wird die finanzielle Grundlage von Bayer & Pfizer gefährden.

Die Prognosen sind erschreckend: Experten schätzen einen Umsatzrückgang von 98,6 % bis 2031. Das bedeutet einen Verlust von rund 14,2 Milliarden US-Dollar in nur sechs Jahren. Ein solch massiver Wertverlust ist in der Pharmalandschaft bislang selten zu beobachten.

Geografische abfolge des umsatzverlusts

Geografische abfolge des umsatzverlusts

Der Zusammenbruch wird nicht allmählich stattfinden, sondern in einer klaren geografischen Abfolge. Zunächst werden die Ex-US-Märkte um rund 75 % an Umsatz verlieren, vor allem aufgrund der Einführung von Generika in Europa und der Beschleunigung von Formulardurchgängen. Im Jahr 2028 wird der US-Markt den größten Einbruch erleben, mit einem etwa 50-prozentigen Minus in einem einzigen Jahr.

Die Konkurrenz wird stärker, und die Strategie von Bayer & Pfizer muss sich schnell ändern. Das Unternehmen investiert massiv in neue Therapiegebiete, wie z.B. Neuropsychiatrie und Radiopharmaka, um die Umsatzeffekte des Eliquis-Verlusts auszugleichen. Die Akquisition von Karuna Therapeutics und RayzeBio sind hierbei entscheidende Schritte.

Der us-markt: eine insel der stabilität

Der us-markt: eine insel der stabilität

Ironischerweise wird der US-Markt bis 2027 eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit zeigen. Der Anteil an den Gesamtumsätzen wird auf fast 90 % steigen, da Eliquis dort zu einem der wenigen hochpreisigen Medikamente bleibt. Die Einführung des „Medicare Maximum Fair Price“ im Januar 2026 wird diesen Trend weiter verstärken, da die Netto-Umsätze bereits zwei Jahre vor dem Patent-Cliff um rund 231 US-Dollar pro 30-Tage-Packung reduziert werden.

Fazit: diversifizierung als schlüssel

Die Geschichte von Eliquis ist ein deutliches Warnsignal für die Pharmaindustrie. Ein zu starker Fokus auf ein einzelnes Produkt kann zu einem rapiden Wertverlust führen. Bayer & Pfizer muss sich nun schnell diversifizieren, um die langfristige Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten. Sonst droht ein finanzielles Desaster.