Fast-food-gigant entgeht nicht: ketten schrumpfen und schließen restaurants
Die Burger-Branche erlebt eine bemerkenswerte Umwälzung. Große Ketten wie Wendy’s und The Habit Burger & Grill ziehen massiv vorübergehend und dauerhaft Restaurants aus ihren Netzen. Ein deutliches Zeichen der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen.
Wendy’s reduziert standorte drastisch
Der Hamburger-Riese Wendy’s plant, rund 5 bis 6 Prozent seiner 5.831 Restaurants in den USA – das sind etwa 292 bis 350 Einheiten – bis 2026 zu schließen. Diese Entscheidung, wie sie bereits im Quartalsbericht des Unternehmens gemeldet wurde, ist Teil des ‘Project Fresh’ Turnaround-Programms, mit dem die Profitabilität gesteigert und die Wirtschaftslage der Franchisenehmer verbessert werden soll. Bereits im Februar wurden 28 Restaurants geschlossen.

The habit burger & grill: stillschweigende abfindungen
Auch The Habit Burger & Grill, bekannt für seine chargengewellten Burger, hat in den letzten Monaten heimlich mehrere Standorte geschlossen. Der jüngste Schließungswahn betraf das Restaurant in Mooresville, North Carolina. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer Fokussierung auf wachstumsstarke Gebiete. Die Präsenz in Mooresville wurde bereits im April als dauerhaft geschlossen deklariert. Früher hatte die Location sechs Filialen im Großraum Charlotte beherbergt – ein deutlicher Rückgang.

Weitere ketten unter druck
Die Situation ist ernst: ARC Burger LLC, ein großer Hardee’s-Franchisenehmer, hat alle 77 seiner Restaurants aufgegeben. Dieser Schritt folgte auf eine Klage des Mutterkonzerns Hardee’s Restaurants LLC wegen nicht gezahlter Franchise-Gebühren. Die Insolvenzmasse wurde am 20. April 2026 eröffnet und löste eine automatisierte Aussetzung der Klage aus. Die hohen Preise und das Fehlen eines Drive-Throughs, kombiniert mit dem starken Wettbewerb durch Marken wie In-N-Out Burger, haben offenbar den Druck auf die Restaurants erhöht.
Fazit: eine branche im umbruch
Die Schließungen verdeutlichen, dass die Fast-Food-Branche vor großen Herausforderungen steht. Die Inflation und sich veränderte Konsumgewohnheiten zwingen die Unternehmen, ihre Strategien zu überdenken. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Branche in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird – eine deutliche Schrumpfung ist aber durchaus zu erwarten.
