Flipkart kehrt nach indien zurück: börsengang in sicht

Mumbai – Der indische E-Commerce-Riese Flipkart verlagert seine Holdinggesellschaft von Singapur zurück nach Indien. Diese Entscheidung ebnet den Weg für den geplanten Börsengang im Land. Die Maßnahme ist ein deutliches Zeichen für das wachsende Vertrauen in den indischen Markt und die attraktiveren Perspektiven für Unternehmen, die sich für einen Börsengang entscheiden.

Redomiciliation als zeichen des vertrauens

Redomiciliation als zeichen des vertrauens

Flipkart, das 2007 als Online-Buchhändler begann und sich zum Wettbewerber von Amazon.com Inc. in Indien entwickelte, hatte seine Holdinggesellschaft bereits 2011 nach Singapur verlegt. Die indische Regierung hat der internen Umstrukturierung nun zugestimmt, und die Redomiciliation ist abgeschlossen – ein bedeutender Schritt für das Unternehmen.

Die Entscheidung spiegelt eine wachsende Tendenz wider: Zahlreiche indische Start-ups, die einst aufgrund besserer Kapitalzugänge und geringerer Steuerlast im Ausland ansässig waren, kehren nun in ihre Heimat zurück. Die Aussicht auf lukrativere Börsengänge in Indien spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Zahl der potenziellen Investoren und die Entwicklung des indischen Marktes machen den heimischen Börsengang nun deutlich attraktiver.

Walmart hatte im Jahr 2018 eine Mehrheitsbeteiligung an Flipkart für 16 Milliarden US-Dollar erworben. Die jüngste Bewertung des Unternehmens lag im Jahr 2024 bei rund 37 Milliarden US-Dollar, nachdem Alphabet’s Google im selben Jahr eine Minderheitsbeteiligung im Wert von 350 Millionen US-Dollar erworben hatte.

Der Börsengang in Mumbai soll vor März 2027 erfolgen. Die genaue Bewertung und Größe des Unternehmens sind noch nicht festgelegt, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle angibt. Die Rückkehr nach Indien ist mehr als nur eine Verlagerung; sie ist ein Signal des Vertrauens in die Zukunft des indischen E-Commerce.