Inflationserwartungen sinken, ölpreise belasten – fed reagiert abwartend
Die Inflationsgefahr durch die von Präsident Trump auferlegten Zölle scheint sich zu legen. Doch die US-Notenbank Fed lässt sich von einem deutlichen Anstieg der Ölpreise nicht beruhigen. Die Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) für Februar lassen eine moderate Inflation erwarten, während die Märkte auf eine weitere Zinspause der Fed spekulieren.

Vpi-daten bestätigen moderate inflation; ölpreise sorgen für unsicherheit
Ökonomen prognostizieren einen Anstieg des gesamten VPI um 0,3 %, was die Inflationsrate auf 2,4 % hält. Die Kerninflation, also ohne Energie und Lebensmittel, soll sich um 0,2 % erhöhen und bei 2,5 % verbleiben. Diese Zahlen haben die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve kaum beeinflusst. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung beim nächsten Treffen der Fed am 18. März wird auf nur noch 0,7 % geschätzt. Im April sinken die Chancen auf eine Senkung auf 11 %, im Juni auf 36 %. Erst ab Juli steigt die Wahrscheinlichkeit wieder an, und zwar auf 53 % für eine Senkung im Juli.
Vor den Veröffentlichung der VPI-Daten fielen S&P 500-Futures leicht zurück, beeinflusst von der Entwicklung der Ölpreise. Der S&P 500 selbst schloss den Vortag um 0,2 % unter seinem Rekordhoch vom 27. Januar. Trotz eines starken Gewinnberichts von Oracle (ORCL) haben sich die Märkte bereits auf eine längere Zinspause der Fed eingestellt. Die Sorge liegt nun darin, ob steigende Benzinpreise die Konsumausgaben der Verbraucher belasten werden.
Die Aktien von Unternehmen wie ASML, GSK und Cameco standen im Fokus. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) blieb ein starker Faktor. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Märkte von der aktuellen Volatilität erholen können. Der Ölpreis, ein entscheidender Faktor für die Inflation, wird weiterhin genau beobachtet.
