Malls erholen sich: wohlhabende kunden treiben indoor-center

Trotz wirtschaftlicher Belastungen zeigen Einkaufszentren in den USA eine überraschende Widerstandsfähigkeit. Während viele Einzelhändler kämpfen, erleben Indoor-Malls einen unerwarteten Aufschwung. Diese Entwicklung widerspricht der verbreiteten Annahme eines kontinuierlichen Rückgangs des stationären Einzelhandels.

Indoor-malls übertreffen offene und outlet-center

Indoor-malls übertreffen offene und outlet-center

Laut der Placer.ai 2025 Mall Index waren Indoor-Malls das einzige Format, das im gesamten Jahr Besucherzuwächse verzeichnete. Diese Tendenz signalisiert einen deutlichen Wandel von der Erholung zu echtem Wachstum.

Bemerkenswert ist, dass wohlhabende Kunden die Einkaufszentren nicht verlassen haben. Höhere Einkommensschichten und Familien in Vorstadtlagen sind überproportional vertreten, insbesondere in Indoor-Malls und offenen Einkaufszentren. Dies unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Einkaufszentren als Orte für Familienaktivitäten und Erlebnisse.

Die Zahlen zeichnen ein komplexes Bild. Während der Einzelhandel insgesamt unter der aktuellen Wirtschaftslage leidet, zeigen Indoor-Malls eine bemerkenswerte Stabilität. Doch auch hier gibt es Herausforderungen. Der Einzelhändler Torrid, der sich an plus size Kleidung richtet, kämpft mit der Balance zwischen stationärem und Online-Handel. 151 Filialen wurden im Jahr 2025 geschlossen, und weitere 30 sollen in diesem Jahr folgen.

Lisa Harper, CEO von Torrid, bezeichnete 2025 als „transformierendes Jahr“ mit 1 Milliarde US-Dollar Umsatz, was den Erwartungen entsprach, und 63,6 Millionen US-Dollar Adjusted EBITDA, das die oberen Grenzen der Prognose übertraf. Neben den Schließungen wurden fünf Sub-Marken gestartet, die 70 Millionen US-Dollar Umsatz generierten. Trotzdem sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent. Die Netzverluste stiegen von 3 Millionen US-Dollar auf 8,1 Millionen US-Dollar.

Marktforschungsunternehmen Verified Market Reports prognostizieren ein Wachstum des globalen Plus-Size-Kleidungsmarktes um etwa 7 Prozent zwischen 2025 und 2033, wobei E-Commerce-Kanäle das schnellste Wachstum verzeichnen. Analytiker von William Blair unterstützen die Strategie von Torrid, den stationären Einzelhandel zu reduzieren und in den Online-Handel zu investieren. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Umsatzrückgang auszugleichen, bleibt abzuwarten. Die Notwendigkeit, sich anzupassen, steht außer Frage.

Die Entwicklung der Einkaufszentren ist ein Spiegelbild der veränderten Konsumgewohnheiten. Die Frage ist nicht, ob sich die Welt des Einzelhandels verändert, sondern wie Unternehmen wie Torrid in dieser neuen Realität überleben können. Der Fokus liegt nun eindeutig auf der digitalen Transformation.