Meta-schock: quartalszahlen enttäuschen – ki-verschwendung gefährdet aktienkurs

Der Aktienkurs von Meta Platforms (META) ist um 9,1 % eingebrochen, trotz eines überraschend starken ersten Quartals. Analysten hatten mit 6,65 Dollar pro Aktie und Umsätzen von 55,5 Milliarden Dollar gerechnet – Meta verzeichnete stattdessen 10,44 Dollar pro Aktie und 56,3 Milliarden Dollar Umsatz. Was ist hier schiefgelaufen?

Ein teufelsgebot: steuererleichterung treibt gewinnwachstum

Auf den ersten Blick sah das Q1 der Social-Media-Giganten eigentlich tadellos aus: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um beeindruckende 33 %, der Nettogewinn um 61 % und der Gewinn pro Aktie noch besser – um satte 62 %. Doch der Blick unter die Oberfläche offenbart eine unangenehme Wahrheit: Ein 5 Milliarden Dollar schwerer Steuerzuwachs hat einen Großteil des vermeintlichen Erfolgs getrieben. Diese Art von einmalig erzielter Erleichterung ist für Investoren keine sichere Basis.

Operationstiefgang: wachstum stagniert

Operationstiefgang: wachstum stagniert

Das eigentliche operative Wachstum liegt mit lediglich 30 % deutlich hinter dem Umsatzwachstum zurück. Die Kosten für Meta sind schneller gestiegen als der Umsatz, was die Profitabilität schmälert. Das ist kein harmloser Nebenprozess – es ist eine Gefahr für die Qualität der Erträge.

Zuckerbergs wetten auf künstliche intelligenz: eine riskante strategie

Zuckerbergs wetten auf künstliche intelligenz: eine riskante strategie

Der Grund für diese Entwicklung ist Mark Zuckerbergs verstärkte Fokussierung auf künstliche Intelligenz. Nach dem Umbenennungsprozess und dem ehrgeizigen Ziel, ein „Metaverse“ zu erschaffen, investiert der Konzern nun mit 19 Milliarden Dollar aus seinen 32,2 Milliarden Dollar operativen Gewinnen in den Aufbau der KI-Geschäfte. Das Ergebnis: Nur noch 13,2 Milliarden Dollar an freien Cashflows verbleiben. Das ist weniger als die Hälfte des im Q1 „erwirtschafteten“ Betrags von 26,8 Milliarden Dollar – ein deutlicher Hinweis darauf, dass die KI-Ausgaben die Qualität der Erträge untergraben.

Der preis-kgv-vergleich: ein überbewerteter titel

Der preis-kgv-vergleich: ein überbewerteter titel

Anstatt sich auf das P/E-Verhältnis zu konzentrieren, sollten Investoren den Price-to-Free-Cash-Flow-Vergleich heranziehen. Mit einem Wert von 35-mal dem prognostizierten Free Cashflow ist die Meta-Aktie keineswegs günstig bewertet. Diese Entwicklung deutet auf eine Überbewertung hin und birgt Risiken.