Searchlight capital trennt sich ab: großer verkaufsdruck bei uniti group

Searchlight Capital Partners hat überraschend seine gesamte Beteiligung an Uniti Group verkost. Mit dem Verkauf von 2,273.504 Aktien im ersten Quartal entfiel ein Wert von rund 15,94 Millionen Dollar, ein deutliches Zeichen der Unsicherheit rund um das Telekommunikationsunternehmen.

Umsatzverlust und neue herausforderungen für uniti

Der Verkauf durch Searchlight bedeutet, dass die Position nun null Prozent der 13F-Reporting-Aktivitäten ausmacht. Die Top-Positionen nach dem Verkauf zeigen LILAK mit 108,89 Millionen Dollar (99,5% des AUM) und NASDAQ: LILA mit 527.550 Dollar (0,5% des AUM). Die Uniti Group-Aktie notierte zum 14. Mai 2026 bei 11,25 Dollar, was einer Steigerung von 42,6 Prozent innerhalb eines Jahres entspricht – deutlich über dem S&P 500 mit 15,29 Prozentpunkten.

Uniti Group, entstanden aus der Fusion von Windstream, agiert heute als Fiber-Broadband- und Kommunikationsinfrastrukturunternehmen. Die Firma liefert Kommunikationsinfrastruktur-Assets, einschließlich 6,7 Millionen Kilometer Glasfaserkabel und drahtlose Lösungen, an den US-amerikanischen Telekommunikationssektor. Durch dieses umfangreiche Portfolio bietet Uniti Connectivity-Lösungen für Telekommunikations- und Mobilfunkbetreiber.

Marktwirtschaftliche lage und strategischer wandel

Marktwirtschaftliche lage und strategischer wandel

Die Fusion mit Windstream hat Uniti in einen Fiber-Broadband-Betrieb verwandelt, der nun vor zwei Hauptaufgaben steht: die Expansion des Kinetic-Netzwerks und die Monetarisierung des Wholesale-Fiber-Verkaufs. Dieser Wandel stellt eine Abkehr vom ursprünglichen Modell als Fiber-REIT dar, das auf geleasten Kommunikationsanlagen und REIT-ähnliche Cashflow-Kennzahlen basierte. Nach der Fusion ist Uniti nicht mehr ein REIT und wird daher nicht mehr FFO oder AFFO veröffentlichen.

Die Bewertung der Aktie sollte nun auf Broadband-Wachstum, Fiber-Wirtschaftlichkeit, Investitionen in das Netzwerk und die Schuldentilgung ausgerichtet werden. Das erste Quartal zeigte zwar ein starkes Kundenwachstum, verdeutlichte aber gleichzeitig die Kosten der Netzwerkausbau. Uniti meldete Rekord-Kinetic-Consumer-Fiber-Erweiterungen und laufende Fiber-Infrastruktur-Buchungen, was einen Umsatz von 441,6 Millionen Dollar im bereinigten EBITDA generierte. Trotzdem verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust aufgrund hoher Zinsaufwendungen, Abschreibungen und erheblicher Kapitalanforderungen für den Fiber-Ausbau. Es gilt zu prüfen, ob dieses Wachstum langfristig die Kosten des Netzwerks tragen und die Bilanz stärken kann. Die Kernfrage für Investoren ist, ob Uniti die Fiber-Expansion in mehr finanzielle Flexibilität umwandeln kann.

Kinetic muss neue Fiber-Verbindungen in zahlende Kunden umwandeln, während Fiber Infrastructure nachhaltige Einnahmen aus dem Angebot an Carrier, Unternehmen und Hyperscalern generieren muss. Das Management plant, bis Ende 2029 3,5 Millionen Haushalte mit Glasfaser zu versorgen – ein klar definiertes Wachstumsziel. Die zukünftige Entwicklung der Aktie hängt jedoch davon ab, ob dieses Wachstum die Lücke zwischen starkem bereinigtem EBITDA und anhaltenden Nettoverlusten schließen kann. Die Entscheidung von Searchlight Capital lässt die Frage offen, ob Uniti den Kursänderung folgen und nachhaltigen Wert generieren kann.