American express: aktienkurs kämpft gegen ki-angst – doch experten sehen potenzial

Die Aktie des Kreditkartenriesen American Express (NYSE: AXP) verzeichnet seit Jahresbeginn einen deutlichen Rückgang von rund 21 Prozent – ein stärkerer Abwärtstrend als beim S&P 500. Doch die Befürchtungen vor dem Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) sind möglicherweise übertrieben.

Ki-bedrohung für kreditkarten-giganten?

Ki-bedrohung für kreditkarten-giganten?

Investoren äußern zunehmend Sorge, dass fortschrittliche KI-Modelle, die in der Lage sind, die günstigsten Preise zu finden, die milliardenschweren Gebührenströme von Kreditkartenunternehmen wie American Express, Visa und Mastercard gefährden könnten. Diese Unternehmen erwirtschaften enorme Summen durch Transaktionsgebühren, die derzeit unantastbar erscheinen.

Doch die Argumente gegen diese pessimistische Sichtweise sind überzeugend. Erstens ist die Kreditkarte als kurzfristiges Kreditinstrument weiterhin ein unverzichtbares Werkzeug. KI-Agenten würden bei der Suche nach dem besten Angebot eher auf Bargeld oder Stablecoins zurückgreifen, was die Kreditkarten- Geschäftsmodelle nicht direkt betrifft. Zweitens bietet das umfangreiche Prämienprogramm von Amex, das Kunden zu hohen Belohnungen anspornen kann – von Reisen bis hin zu exklusiven Angeboten – einen starken Wettbewerbsvorteil. Wettbewerber haben erst nach Jahren vergleichbare Programme entwickelt.

Und schließlich steht die Prestige-Marke Amex selbst. Die Centurion Card, auch bekannt als Black Card, ist seit Jahrzehnten ein Statussymbol und genießt ein hohes Ansehen. Selbst wenn KI-Agenten Preisvorteile bieten, wird es schwierig, die emotionale Anziehungskraft und den sozialen Status dieser Karten zu ersetzen.

Die größte Gefahr könnte in der Abschaffung der jährlichen Gebühren für Luxuskarten liegen. Doch diese Gebühren machen nur einen kleinen Teil des Gesamtgeschäfts aus. Die eigentlichen Gewinne generiert Amex durch die Gebühren, die an Händler und Zahlungsabwickler abgerechnet werden. Das Unternehmen selbst profitiert zudem von den Zinsen, die es auf die Guthaben seiner Mitglieder erhält.

Analysten sind optimistisch. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzwachstum von 9 Prozent und ein Gewinn pro Aktie von 14 Prozent erwartet. Die Aktie ist nach dem jüngsten Kursrückgang attraktiv und stellt für mich eine Kaufgelegenheit dar. Wer jetzt in American Express investiert, könnte langfristig profitieren.

Doch Vorsicht: Der Motley Fool Stock Advisor Team hat kürzlich die zehn besten Aktien für Investoren identifiziert – und American Express war nicht darunter. Die zehn Aktien, die es auf die Liste schafften, könnten in den kommenden Jahren enorme Renditen erzielen. Wer beispielsweise 2004 1.000 US-Dollar in Netflix investiert hätte, hätte heute fast 500.000 US-Dollar. Oder 2005 in Nvidia, jetzt über eine Million US-Dollar. Diese historischen Ergebnisse zeigen, dass es sich lohnt, die Empfehlungen des Stock Advisor zu verfolgen.

Die Fundamentaldaten von American Express sind solide: Im Jahr 2025 stieg der Umsatz um 10 Prozent auf fast 19 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn um 13 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden US-Dollar zunahm – ein beeindruckender Nettogewinn von 13 Prozent. Und die Experten sind sich einig: American Express ist trotz der KI-Befürchtungen ein starkes Unternehmen.

Die Aktie bietet aktuell eine attraktive Chance. Die solide Bilanz und die starke Marktposition zeigen, dass American Express auch in Zukunft bestehen wird – und möglicherweise sogar noch stärker wachsen könnte. Eine Investition in American Express ist daher eine kluge Entscheidung. Die Aktie ist, trotz des aktuellen Kursrückgangs, ein Kauf.