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Berkshire Hathaway wechselt erstmals seit über drei Jahren zum Netto-Käufer

Omaha, 1. Juli 2026 – Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal 2026 erstmals seit mehr als drei Jahren wieder Netto-Investitionen in Aktien getätigt. Das Unternehmen kaufte rund 23,5 Milliarden US-Dollar an Aktien und verkaufte 3,7 Milliarden US-Dollar.

Strategiewechsel unter Abel

Nachdem Berkshire Hathaway ab dem vierten Quartal 2022 zu Netto-Verkäufern wechselte – eine Entwicklung, die sich bis ins erste Quartal 2026 fortsetzte – hat der neue CEO Greg Abel mit Käufen begonnen. Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete Berkshire Hathaway eine Gesamtinvestition von 39,4 Milliarden US-Dollar an Aktien und Verkäufen von 27,8 Milliarden US-Dollar, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 7,1 Milliarden US-Dollar (mit 11,6 Milliarden Verkäufen) im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres darstellt.

Reduzierung bestehender Positionen

Reduzierung bestehender Positionen

Zu den wichtigsten Verkäufen gehörten Reduzierungen in den Positionen von Bank of America, Capital One und Kroger. Die bedeutendste Neuanschaffung war Alphabet, das nun der drittgrößte Posten im Portfolio von Berkshire Hathaway ist. Zudem wurden die Anteile an Delta Air Lines erhöht.

Hohe Liquidität, begrenzte Chancen

Hohe Liquidität, begrenzte Chancen

Zum 1. September belief sich der Wert der öffentlichen Aktien von Berkshire Hathaway auf fast 360 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verfügt über eine enorme Menge an liquiden Mitteln, die derzeit jedoch nicht ausreichend investiert werden können. Zum 30. Juni betrug der Cash- und Treuhandbestand 365,5 Milliarden US-Dollar. Greg Abel steht vor der Herausforderung, geeignete Investitionsmöglichkeiten in einem zunehmend überbewerteten Markt zu finden. Die Entwicklung des S&P 500 im ersten Halbjahr 2026 zeigte ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 39,2, was einem Aufschlag von 9,5 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entsprach.