Ethereum stürzt um 5% ab: ist das der tiefe punkt oder nur eine pause?

Ethereum unter druck: 5% verlust und strukturelle warnsignale

Ethereum (ETH) hat in den letzten Tagen über 5% verloren und ist unter eine entscheidende kurzfristige Widerstandsstruktur gefallen. Am 10. Februar brach der Preis auf unter 1.980 USD, nachdem ein enger Aufwärtstrendkanal scheiterte. Diese Entwicklung folgt einem deutlichen Rückgang der DeFi-Aktivität und schwächeren institutionellen Kapitalzuflüssen. Doch trotz des Drucks zeigen große Investoren wieder Interesse – doch ist das bereits eine Ansammlung oder nur eine kurze Atempause vor weiterem Abwärtsdruck?

Technische signale: der bruch des

Technische signale: der bruch des 'big money'-supports

Ethereums jüngster Rücksetzer Anfang Februar bildete sich innerhalb eines Bärenfahnen-Musters – ein klassisches Zeichen für eine kurzfristige Erholung, nicht für eine Trendwende. Am 10. Februar brach der Preis unter die untere Grenze dieser Fahne, was einen Musterbruch auslöste. Laut vorherigen Analysen könnte dies ein Crash-Potenzial von über 50% signalisieren.

Besonders alarmierend: Der Chaikin Money Flow (CMF) blieb während der kleinen Erholung zwischen dem 6. und 9. Februar unter Null. Dies deutet auf schwache institutionelle Nachfrage hin – selbst als der Preis kurzzeitig stieg. Ein CMF unter der absteigenden Trendlinie bestätigt, dass die Erholung keine breite Unterstützung fand.

Defi-tvl und börsenströme: ein strukturelles problem

Ein tieferliegendes Problem zeigt sich in der DeFi-TVL (Total Value Locked), die auf 3-Monats-Tief von 51,7 Mrd. USD fiel – ein Rückgang um fast 20 Mrd. USD seit November. Gleichzeitig schwächten sich die ETH-Outflows von Börsen ab, was auf eine mögliche Verkaufsabsicht hindeutet.

DatumDeFi-TVL (Mrd. USD)ETH-Preis (USD)Netto-Börsenposition (ETH)
13. November75,63.232stark negativ (ETH aus Börsen)
31. Dezember67,42.968positiv (1,5 Mio. ETH auf Börsen)
6. Februar51,72.060Outflows schwachen (lokaler Peak)

Fazit: Ein sinkender TVL korreliert mit verstärkten Verkaufsdruck auf Börsen. Ohne eine stärkere Erholung der DeFi-Nutzung bleibt der Abwärtstrend strukturell gefährdet.

Whale-aktivität: schutz der cost-basis statt spekulation

Trotz der schwachen Marktstimmung halten Whales (große Investoren) ihre Bestände stabil. Seit dem 6. Februar sanken ihre Bestände leicht von 113,91 Mio. ETH auf 113,56 Mio. ETH – ein Zeichen für Verkäufe. Doch in den letzten 24 Stunden gab es eine leicht steigende Tendenz (113,62 Mio. ETH), was auf Testkäufe hindeutet.

Der Grund: Die Cost-Basis-Kluster zwischen 1.879 und 1.898 USD bilden eine kritische Unterstützungszone. Hier halten 1,36 Mio. ETH ihre Bestände – ein psychologisch starker Bereich. Solange ETH über 1.960 USD bleibt, wird dieser Bereich verteidigt. Ein Bruch unter 1.845 USD könnte jedoch massive Verluste auslösen.

Wichtige unterstützungs- und widerstandszonen

  • Kurzfristige Unterstützung:1.960 USD (aktueller Preisbereich)
  • Kritische Cost-Basis:1.845 USD (Risiko für massenhafte Verkäufe)
  • Nächste Abwärtsziele:1.650 USD und 1.500 USD (bei Bruch unter 1.845)
  • Aufwärtspotenzial: Erst ab 2.150 USD stabil, 2.780 USD würde den Bärenmarkt infrage stellen

Fazit: warten auf klare signale

Die aktuelle Situation bei Ethereum ist ambivalent: Während Whales vorsichtig kaufen, bleibt die DeFi-Nutzung schwach und der CMF negativ. Ein Bruch unter 1.845 USD würde die strukturelle Schwäche bestätigen – doch solange der Preis über der Cost-Basis bleibt, könnte eine kurzfristige Konsolidierung möglich sein.

Investoren sollten abwarten: Erst eine stabile Erholung der DeFi-Aktivität und ein CMF über Null würden eine Trendwende bestätigen. Bis dahin bleibt Ethereum in einem zögerlichen Abwärtstrend.