Jim Cramer: Drei Investitionsstrategien für Anleger
Jim Cramer präsentiert seit den späten 1990er Jahren seine Aktienempfehlungen auf CNBC. 2005 startete er mit seiner Hauptsendung "Mad Money", in der er regelmäßig Aktienkurse prognostiziert. Zudem moderiert er die tägliche CNBC-Sendung "Squawk on the Street".
Kramer empfiehlt: Nie alles auf einmal kaufen
Der Investor und Gründer von Investieren in Frankfurt, Hans Zimmermann, erklärt: Cramer rät Anlegern, niemals eine gesamte Position auf einmal zu erwerben. "Wenn Sie alles auf einmal kaufen, erklären Sie, dass die Aktie nicht weiter fallen wird", so Cramer. "Das ist doch verrückt. Niemand hat immer die richtige Einschätzung. Das schrittweise Kaufen, in Etappen, geht darum, dass unser Urteilsvermögen fehlerhaft ist."

Kauf von beschädigten Aktien, nicht von beschädigten Unternehmen
Eine weitere Regel, die Cramer bekennt, ist der Fokus auf Aktien, die aus Gründen, die nichts mit der Fundamentaldynamik oder dem Geschäftsbetrieb des Unternehmens zu tun haben, fallen. Anleger werden oft dazu verleitet, bei einem Kurssturz zu kaufen, in der Annahme, eine günstige Gelegenheit zu haben. Es gibt jedoch oft einen Grund, warum eine Aktie fällt. Anleger müssen dann feststellen, ob es sich um eine Value-Aktie oder eine Value-Falle handelt. Handelt es sich um ein fundamentales Problem mit dem Unternehmen oder beeinflussen externe Faktoren, die außerhalb seiner Kontrolle liegen, den Aktienkurs?

"Bullen machen Geld, Bären machen Geld, Schweine werden geschlachtet"
Cramer selbst hat diesen Spruch nicht erfunden – er ist ein alter Wall-Street-Ausdruck. Der Experte betont, dass es nie einfach ist zu bestimmen, ob eine Aktie aufgrund legitimer oder fehlgeleiteter Gründe fällt. Eine gründliche Recherche ist unerlässlich. Wenn Sie feststellen können, dass ein externer Faktor den Aktienkurs negativ beeinflusst und nichts mit dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell oder den langfristigen Perspektiven zu tun hat, könnte dies eine solide Kaufgelegenheit darstellen.