Ki-chip-streit: broadcom holt auf – amd setzt auf wachstum
Der Wettbewerb um die Vorherrschaft im KI-Chipmarkt verschärft sich. Während Nvidia lange als unangefochtene Nummer eins galt, holen sich Broadcom und Advanced Micro Devices (AMD) zunehmend Marktanteile. Die beiden Unternehmen übertreffen sogar den US-Riesen in den letzten zwölf Monaten.
Broadcom dominiert den markt für kundenspezifische ki-prozessoren
Broadcom profitiert stark von der steigenden Nachfrage nach Application-Specific Integrated Circuits (ASICs). Diese maßgeschneiderten Prozessoren, die speziell für KI-Anwendungen entwickelt wurden, sind bei Hyperscalern und KI-Unternehmen sehr gefragt. TrendForce prognostiziert, dass ASICs im kommenden Jahr 27,8 % aller KI-Serverchips ausmachen werden – ein deutlicher Anstieg gegenüber 20,9 % im Jahr 2025. Broadcom, der derzeit einen Marktanteil von 60 % bis 80 % in diesem Segment hält, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatzanstieg im KI-Bereich von 106 % verzeichnet.
Alphabet, Meta Platforms, Anthropic und OpenAI gehören zu den wichtigsten Kunden von Broadcom. Anthropic plant beispielsweise, seine Nutzung der ASICs im nächsten Jahr auf 3 Gigawatt auszubauen. Meta Platforms plant, ebenfalls mehrere Gigawatt an Broadcom-Prozessoren einzusetzen. Aufgrund dieser starken Kundenaufträge ist Broadcom zuversichtlich, im Jahr 2027 einen KI-Umsatz von 100 Milliarden Dollar zu erzielen – ein enormer Sprung von den 20 Milliarden Dollar des Vorjahres. Analysten haben ihre Wachstumsprognosen für Broadcom entsprechend angehoben.

Amd setzt auf datenzentrums-gpus und ki-cpus
AMD, bekannt für seine CPUs und GPUs, ist zwar im Bereich der Datenzentrums-GPUs lange hinter Nvidia zurückgeblieben. Doch CEO Lisa Su ist überzeugt, dass das Unternehmen innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre einen signifikanten Marktanteil erreichen kann. Die Datenzentrums-Umsätze von AMD stiegen im Jahr 2025 um 32 % auf 16,6 Milliarden Dollar. Dieser Wachstumstrend wird sich voraussichtlich fortsetzen, insbesondere durch die zunehmende Akzeptanz der Instinct-GPUs.
Meta Platforms plant, bis zu 6 Gigawatt an Instinct-GPUs einzusetzen, was AMD einen bedeutenden Vorsprung verschaffen könnte. Ein weiterer wichtiger Auftrag stammt von OpenAI, das bis 2026 mit 6 Gigawatt an Chips versorgt werden soll. Auch der wachsende Markt für KI-beschleunigte PCs und die zunehmende Bedeutung von KI-Server-CPUs tragen zum Wachstum von AMD bei. Analysten erwarten für dieses Jahr einen Gewinn pro Aktie von 6,64 Dollar – ein deutlicher Anstieg.
Fazit: beide unternehmen bieten attraktive chancen
Sowohl Broadcom als auch AMD zeigen ein solides Wachstum und sind aufgrund des anhaltenden Wachstums des KI-Chipmarktes gut aufgestellt. Obwohl AMD derzeit ein höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis aufweist, könnte das höhere Wachstumspotenzial von Broadcom den höheren Preis rechtfertigen. Beide Unternehmen sind solide Investitionen, die in Zukunft weiter profitieren dürften. Der Markt wird sich weiter verändern.
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