Ki-rückschlag: tech-aktien stürzen ab – chance für mutige investoren

Die Euphorie um Künstliche Intelligenz (KI) in der Tech-Branche ist geplatzt. Nach einem kraftvollen Aufschwung im Jahr 2026 erlebten die Aktien vieler Technologieunternehmen einen deutlichen Rückgang, was den Nasdaq Composite in den Korrekturmarkt führte. Doch die Situation birgt für risikobereite Anleger attraktive Chancen.

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Der KI-Boom hat die Aktien von ServiceNow und Salesforce hart getroffen. Beide Unternehmen, einst als Vorreiter im Softwaresektor gefeiert, sehen sich durch den Aufstieg intelligenter Agenten und automatisierter Prozesse zunehmend herausgefordert. Analysten sehen jedoch in der aktuellen Kurskorrektur eine Gelegenheit, in solide Geschäftsmodelle mit langfristigem Wachstumspotenzial zu investieren.

ServiceNow verzeichnete im Jahr 2026 einen Kursverlust von 35 Prozent bis Ende März. Der Grund dafür: Die KI droht, das Kerngeschäft des Unternehmens, einer Softwareplattform zur Optimierung von Arbeitsabläufen, obsolet zu machen. KI-Agenten könnten Aufgaben autonom erledigen, die bisher menschliche Mitarbeiter ausführten.

Doch ServiceNow hat auf den Wandel reagiert. Das Unternehmen hat seine Plattform so angepasst, dass sie KI-Daten und -Wissen nutzen kann, um seine Angebote zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist das im Februar gestartete Produkt „Autonomous Workforce“, das bereits über 90 Prozent der IT-Anfragen von Mitarbeitern durch KI-Agenten bearbeiten kann. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, wobei 3,5 Milliarden Dollar aus Abonnements stammten – ein Zeichen für stabile wiederkehrende Einnahmen. Für das Jahr 2026 wird ein weiteres Wachstum von 22 Prozent erwartet.

Auch Salesforce, lange Zeit Marktführer im Bereich Customer Relationship Management (CRM), spürt die Auswirkungen der KI. Die Nachfrage nach traditionellen CRM-Tools könnte sinken, wenn KI-Agenten zunehmend Kundenserviceaufgaben übernehmen. Salesforce hat jedoch frühzeitig auf KI gesetzt und unter der Marke Agentforce eine Reihe von KI-Lösungen eingeführt. Die Akzeptanz bei Kunden ist groß: Das US-Arbeitsministerium hat beispielsweise die KI-Technologie von Salesforce für sein Kundenservicecenter übernommen.

Das Unternehmen meldete im vierten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 11,2 Milliarden Dollar. Besonders bemerkenswert ist das Wachstum des Bereichs Agentforce, der im Jahresvergleich um 169 Prozent auf 800 Millionen Dollar gestiegen ist. Zudem hat Salesforce seine Dividenden im Februar um 6 Prozent auf 0,44 Dollar pro Aktie erhöht. Die aktuelle Bewertung beider Aktien liegt nahe ihren 52-Wochen-Tiefständen. Experten sehen darin eine attraktive Einstiegsgelegenheit für langfristig orientierte Investoren.

Die Zahlen sprechen für sich: ServiceNow und Salesforce sind nicht nur Opfer des KI-Trends, sondern gestalten ihn aktiv mit – und bieten Investoren eine Chance, von der Transformation zu profitieren.