Meta verzögert ki-modell „avocado“ – aktienkurs bleibt fragil

Investoren von Meta Platforms (META) mussten am vergangenen Freitag schlechte Nachrichten verarbeiten: Das Unternehmen hat die Einführung seines neuesten KI-Modells, Avocado, verschoben. Ein weiterer Rückschlag für den Social-Media-Riesen, dessen Aktienkurs seit sechs Monaten um 19 % gefallen ist (Stand: 13. März).

Ki-ausgaben belasten meta

Ki-ausgaben belasten meta

Die Verzögerung ist problematisch, angesichts der enormen Investitionen, die Meta in KI steckt. Für 2026 werden die geplanten Kapitalausgaben auf zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar geschätzt. Doch die aktuelle Kursentwicklung wirkt übertrieben. Das Kerngeschäft von Meta, die Werbung, läuft weiterhin prächtig. Der Umsatz im Jahr 2025 stieg um 22 % auf 201 Milliarden US-Dollar, wobei 98 % davon aus Werbeeinnahmen resultierten. Die operative Gewinnmarge lag bei beeindruckenden 41 % – deutlich höher als bei Alphabet, das 2025 eine Marge von 32 % erzielte.

Es gab bereits frühere Pannen, die das Image des Unternehmens trübten. Die Ausgaben für Künstliche Intelligenz sind zwar enorm, aber angesichts der Größenordnung der großen Technologiekonzerne wie Alphabet und Amazon nicht mehr überraschend. Meta ist jedoch nach wie vor ein äußerst profitables und effizientes Unternehmen, das ein signifikantes Umsatzwachstum verzeichnete.

Die Aktie bietet zudem eine attraktive Kaufgelegenheit nach dem jüngsten Rückgang. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 ist Meta im Vergleich zu anderen Technologiegiganten ein Schnäppchen. Es ist derzeit der günstigste Vertreter der „Magnificent Seven“ nach diesem wichtigen Kennwert. Wer also auf der Suche nach unterbewerteten Technologieaktien für sein Portfolio ist, sollte Meta in Betracht ziehen.

Wichtig: Die Entwicklung der KI-Modelle wird weiterhin die Aktienkurse beeinflussen. Die Herausforderung für Meta wird sein, die hohen Investitionen in KI in nachhaltige Gewinne umzuwandeln.