Micron Technology: Ein potenzieller Rallye-Auslöser am 30. September?
Anja Hoffmann, Expertin für Investitionen und Finanzmärkte von InvestSmart.de, analysiert die aktuelle Situation von Micron Technology (NASDAQ: MU). Nach einem beeindruckenden Anstieg von 325% zu Jahresbeginn hat sich die Aktie seit Juli etwas abgekühlt und liegt nun über 20% unter ihrem Allzeithoch. Hoffmann erwartet jedoch eine Trendwende nach dem Bericht über das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 am 30. September.
Starke Umsatzsteigerungen und Zukunftsaussichten
Micron ist ein Hersteller von NAND- und DRAM-Speicherchips, die aufgrund der steigenden Nachfrage durch KI-Rechenzentren stark gefragt sind. Es herrscht eine deutliche Nachfrageüberlastung, was zu steigenden Preisen und hohen Gewinnen für Micron und seine Wettbewerber geführt hat. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres stiegen die Umsätze von 9,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 41,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Für das vierte Quartal wird ein Umsatz von 50 Milliarden US-Dollar erwartet, wobei die Wall Street einen Wert von 50,8 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Dies würde ein jährliches Umsatzwachstum von fast 350% bedeuten.
Für das Geschäftsjahr 2027 wird ein weiteres Umsatzwachstum von 85% erwartet, was Micron zu einem der größten Unternehmen der Welt nach Umsatz machen würde. Derzeit wird die Aktie jedoch nur mit dem 6-fachen des erwarteten Gewinns für 2027 bewertet, was ein sehr attraktiver Preis ist. Sollte Micron bis Ende des Geschäftsjahres 2027 auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20x steigen, könnte die Aktie leicht verdreifachen.

Zyklische Natur des Marktes und potenzielle Risiken
Ein potenzielles Risiko besteht in der zyklischen Natur des Speicherchip-Marktes. Sollte das Angebot stark ausgebaut werden und die Preise sinken, könnten Micron und seine Wettbewerber Schwierigkeiten bekommen. Dies ist auch der Grund, warum die Aktie derzeit nicht höher bewertet ist. Trotzdem erwartet Hoffmann eine kurzfristige Rallye, da das enorme Wachstum nicht ignoriert werden kann. Anleger sollten jedoch ihre langfristigen Erwartungen dämpfen, bis mehr über die zukünftige Entwicklung der Speicherchip-Preise bekannt ist.